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Old 09-23-2010, 10:17 AM   #1
der-Matt
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Device: PRS-650, PRS-300
PRS-300 Testbericht

Seit über einer Woche nenne ich jetzt nun einen Sony PRS-300 mein Eigen. Ich habe ihn mir bei Thalia verbilligt gekauft, und wollte ihn absichtlich als Einsteigergerät. Ich war der Meinung, für diesen Preis, kann man nicht viel falsch machen, wenn er mir nicht gefällt, kann ich ihn gut weiterverkaufen oder habe halt nicht viel Geld ausgegeben, und wenn er mir gefällt – na ja, dann behalte ich ihn halt. =)

Nun ist das Gerät nicht mehr das neueste, und es gibt höchstwahrscheinlich nicht viele Menschen die unbedingt nach diesem Gerät suchen, und daher nach einem Testbericht zu diesem. Aber das neue Projekt von BlueMonkey hat mich dazu angeregt, auch zu diesem etwas in die Zeit gekommenen Gerät einen Testbericht zu schreiben – und ich habe mir das Gerät ja auch immerhin erst vor einer Woche gekauft.

Zur Verpackung:
Der PRS-300 kommt in einer kleinen schmucken Hülle. Man zieht diese auseinander, hebt einen Deckel hoch, und schon guckt einen das kleine feine Gerät an. Meiner Meinung nach liegt er dort sicher, und gut verpackt – aber man will mit der Verpackung ja auch kein Fußball spielen.

Lieferumfang:
Der Lieferumfang ist etwas beschränkt, aber ausreichend. Man bekommt ein USB-Ladekabel, und eine Art Neoprenschutzhülle. Dies ist kein Buchumschlag, sondern wirklich nur eine Art „Handysocke“ in der man das Gerät für den Transport schützen kann. Ansonsten noch einige Anleitungen, eben kein richtigen Buchumschlag wie es noch der PRS-505 hatte, und auch kein richtiges Ladekabel für die heimische Steckdose.
Zusätzlich bekommt man, wenn man sich das Gerät neu kauft, noch einen Gutschein den man bei Sony auf der Internetseite einlösen kann (man muss sich dafür allerdings bei Sony registrieren). Für diesen bekommt man kostenlos 3 Ebooks. Mir persönlich war das nicht so wichtig, da ich selten in Bücher einfach mal so reinlese, aber eine nette Geste ist das immerhin. Für den PRS-300 soll es auch zusätzlich eigentlich noch 2 Ebooks geben, entweder 2 für Romanfreunde, oder 2 für Fußballfreunde, das muss ich allerdings gestehen, hat bei mir nicht funktioniert. Wie aber bereits erwähnt, lege ich darauf nicht so viel Wert, daher war es mir egal.

Erstes Einschalten:
Eingeschaltet wird das Gerät über einen Schieberegler an der oberen linken Seite des Gerätes: einfach einmal nach rechts geschoben und schon schnurrt das Kätzchen. (Nach einer Woche Ein und Ausschalten gebe ich zu das ich den Schieberegler liebe, es ist einfach eine schöne angenehme Art das Gerät ein zu schalten )An das erste Einschalten kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Ich glaube man wird aufgefordert ein paar Grunddaten einzugeben, Datum, Uhrzeit, Sprache. Da ich mich nicht mehr genau erinnern kann ist das ein Zeichen dafür, dass das überhaupt kein Problem war und fix von Statten ging.
Hat man dann das Gerät eingeschaltet kommt man in ein einfaches übersichtliches Menü.

Die „Startseite“ enthält die Punkte (in ebendieser Reihenfolge):
- Weiterlesen
- Bücher nach Titel
- Bücher nach Autor
- Bücher nach Datum
- Sammlungen
- Alle Lesezeichen
- Einstellungen

Die einzelnen Menüpunkte sind relativ selbsterklärend. „Weiterlesen“ bringt einem zum zuletzt gelesenen Buch, auf die letzte Seite auf der man sich befand. „Bücher nach Titel/Autor/Datum“ sortiert die auf dem Gerät befindlichen Bücher nach eben diesen Kategorien. „Sammlungen“ ist eine sehr nützliche Funktion wie ich finde: mithilfe der sonyeigenen Librarysoftware die sich beim ersten Anschließen des Gerätes an den PC automatisch installiert, kann man eigene Sammlungen erstellen und benennen. So habe ich mir bisher 3 Rubriken erstellt: „Seminarliteratur“, „Krimis“ und „Science Fiction“ und meine Bücher in eben diese Kategorien unterteilt. Alle Lesezeichen zeigen einem einfach alle bisher verteilten Lesezeichen aller Bücher. Ich kann darüber zum Beispiel in einem großen PDF das mehrere Artikel beinhaltet, aber kein Inhaltsverzeichnis besitzt, sozusagen ein eigenes Inhaltsverzeichnis erstellen, indem ich einfach immer zu Beginn der einzelnen Artikel in dem großen PDF ein Lesezeichen gesetzt habe.
Auf dem Gerät vorinstalliert sind einige Leseproben in verschiedenen Sprachen, die ich aber auch allesamt gelöscht habe.

Man sollte nach den ersten Schritten dann das Gerät einmal voll laden. Dies hat bei mir ein paar Stunden über den Laptop gedauert. Das kann ich nicht mehr genau beziffern. Allerdings kann man genau diese Zeit nutzen um sich durch die vielen Softwareinstallationen und Anmeldeprozedere zu schlängeln.

Um nämlich vernünftig Lesestoff auf seinen PRS zu laden, muss man sich die sonyeigene Software „Reader Library“ installieren, über die man eben seine Bücher und Sammlungen verwalten kann. Dazu muss man sich (wenn ich mich recht erinnere) auch registrieren. Danach sollte man noch Adobe Digital Editions installieren, wenn man vorhat DRM geschützte Texte zu kaufen und zu lesen, an denen man in Deutschland – wenn man aktuelle Bestseller und populäre Romane lesen möchte – nicht vorbei kommt. Das geht aber eigentlich auch ganz gut, aber auch bei Adobe Digital Editions muss man sich erst einmal registrieren. (Für Datenschutzfanatiker also ein Nachmittag des Grauens!)

Man kann dann noch sein Gerät auf der offiziellen Sony-Webseite registrieren, angeblich hat man dadurch gewisse Vorteile, wie die aktuellsten Softwareupdates und direkten Support. Das ist aber nicht verbindlich und auch überhaupt nicht notwendig, da Sony es nicht für nötig ersieht seinen Geräten mal ein Softwareupdate zu spendieren (oder jedenfalls extrem selten).

Bücher beladen/ kaufen
Das Gerät mit Lesestoff zu befüllen geht relativ unkompliziert. Man verbindet den PRS-300 mit seinem PC, dann öffnet sich die Reader Library automatisch, und man kann von dort aus direkt auf einen Link verschiedener Internetseiten klicken, die einem Ebooks anbieten. Darunter Libri.de und Thalia. Da kann man dann draufdrücken, und sich durch deren Anmelde (wieder einmal!) und Kaufprozedere schlagen. Ich hatte das Glück einen Gutschein bei einem Gewinnspiel im letzten Jahr bei euch (mobileread.com ) zu gewinnen, und konnte damit gleich mal bei Libri.de shoppen. Das ging auch alles ziemlich problemlos, und ich habe meine Werke die unbedingt wollte auch gleich gefunden. (Teil der „Der unsterbliche Alchemyst“ Reihe, und Teil 6 der Kurt Wallander Reihe von Henning Mankell) Natürlich beide Bücher DRM geschützt, aber das war mir klar.

Lesen
Endlich! Das hat bei mir ein Weilchen gedauert, da ich kein „überkreuz“ oder „multitasking“-Leser bin, sprich, ich musste erst mein Papierbuch zu Ende lesen eh ich mich meiner neuen Anschaffung widmen konnte.
Das einfach lesen eines Romans macht sich wunderbar auf dem Gerät. Ich bin der Meinung die 5 Zoll sind ausreichend für Belletristik. Der Kontrast, gebe ich ehrlich zu, ist ausreichend. Aber mehr auch nicht. Ich bin Brillenträger und muss zugeben das ich manches Mal bei nicht perfektem Licht etwas genauer hinschauen muss, da die Schrift eben doch grau auf grau ist, und nicht auf „fast schwarz“ auf „fast weiß“. Ansonsten ist die Umblätterzeit auch bei diesem etwas älteren Gerät vollkommen ausreichend. Das Lesen macht mir persönlich sehr viel Spaß. Das Gerät „an-schieben“ und schon geht’s los. Denn: wenn man ein Buch liest, und dann das Gerät „ausschaltet“, beginnt man sofort wieder an der Stelle, also wie wenn man ein Buch aufschlagen würde.

Funktionen
Schon beim ersten Lesen wird man schnell bemerken das der PRS-300 der „no-frills“ Reader unter den Sony Readern ist, und das ist auch sein größtes Manko. Das Gerät wurde konzipiert um zu lesen – mehr nicht. Man kann Lesezeichen hinzufügen, das war es aber auch schon. Keine Suchfunktion. Keine Möglichkeit zu unterstreichen, Notizen hinzuzufügen, oder die Texte in irgendeiner Weise zu bearbeiten. (Ich wünsche mir zum Beispiel die Möglichkeit die Titel der einzelnen Texte zu editieren, mindestens die der DRM-freien, da manche Titel, für den PRS zumindest, zu lang sind)
Der PRS-300 kann keine MP3 wiedergeben, und keine Bilder anzeigen. Das sollte man aber eigentlich wissen, wenn man überlegt sich das Gerät zuzulegen, es ist halt ein reines Lesegerät, aber das macht er gut.

Formate
Der PRS-300 beherrscht alle gängigen Formate (außer natürlich die Amazon und Appleeigenen proprietären), aber ansonsten alle wichtigen, Epub, Pdf, rtf etc. Als normaler Leser in Deutschland wird man jedoch meines Erachtens nicht mit weiteren Formaten rumhantieren müssen. Das Epub Format beherrscht der kleine naturgemäß gut, sehr gut nicht, da die Sony Reader nach wie vor kein Blocksatz beherrschen. Dies stört viele sehr stark, mich persönlich jedoch nicht, lesen kann man auch so. PDF kann der kleine meiner subjektiven Empfindung nach auch erstaunlich gut, solange es ein vernünftiges PDF ist. Ich habe beispielsweise tatsächlich eine komplette englische Fachliteratur PDF damit mit großer Freude gelesen. Dazu sei allerdings gesagt, das diese keine Diagramme enthielt, relativ gut formatiert war, und grausame Absätze und Worttrennungen hatte, aber – ich wiederhole mich – ich bin da sehr genügsam, mir hat es dennoch Spaß gemacht zu lesen.
Andere Formate habe ich nicht ausgetestet. Aber wie auch schon erwähnt: ich wüsste auf Anhieb nicht welche andere Formate mir in der Zukunft unterkommen sollten.

Handling/Verarbeitung/Aussehen
Ich finde der PRS-300 sieht sonytypisch sehr schmuck aus. Er ist Dezent, kein aufdringlicher Eyecatcher wie Appleprodukte beispielsweise. Man mag auf ersten Blick das Gerät durch seine vielen Tasten vorverurteilen. Jedoch, wer schon einmal ein PRS-300 oder 505 sein eigen genannt hat, wird sicher bestätigen, dass sich das Gerät durch die vielen Tasten einfach perfekt händeln lässt. Man kann überall fix durchmanövrieren, ohne 5-mal auf einem Steuerkreuz nach unten und 3-mal nach rechts zu drücken. Das Steuerkreuz gibt es natürlich auch, dieses verwende ich aber nur zum Blättern.
Das Gerät ist sehr gut verarbeitet, das rührt daher, dass das Gerät voll von einer Aluminiumhülle ummantelt ist. Es fühlt sich sehr wertig und stabil an.
Händeln lässt sich das Gerät gut. Ich schreibe mit Absicht nur gut, weil ich mir ab und an seitliche Blättertasten wünsche, und manchmal Halteschwierigkeiten habe. Diese rühren allerdings von meinem hinzugekauften Umschlag, und stellen im Großen und Ganzen kein schwerwiegendes Problem dar.

Zubehör
Da kommen wir auch gleich zum Zubehör. Es gibt einige kleine Sachen die man sich dazu kaufen kann. Neben vielen Umschlägen gibt es noch ein richtiges Ladekabel, mit welchem man sein Gerät an einer Steckdose aufladen kann, dies soll viel schneller gehen, ich habe es mir aber nicht gekauft.
Die normalen Umschläge fand ich zum größten Teil sehr hässlich. Ich habe mir, da es auch im Angebot war, den Umschlag mit integrierter LED Leuchte von Sony zugelegt. Dieser ist schwarz, aus Leder und sieht sehr gut aus. Die LED hab ich auch schon öfters benutzt. Diese finde ich sehr gut, und werde sie missen (wenn ich meinen neuen PRS-650 bekomme). Das LED Licht funktioniert selbstständig über eine eigene Batterie und stresst somit nicht den Readerakku, hat 2 Leuchtstufen, und ist, wie bereits erwähnt, in dunklen und halbdunklen Situationen Gold wert. Befestigt wird der Reader durch eine Art Halterung indem man diesen oben und unten am Gerät, an bereits dafür vorgesehene Einkerbungen, einklammert.

Akku
Was soll man dazu großartig schreiben. Ich besitze das Gerät erst seit etwas über einer Woche, und es hält und hält und hält. Der Balken hat also bis jetzt noch nicht einmal abgenommen.

Preis/Leistung
Das zu beurteilen fällt mir etwas schwer, da ich das Gerät zweifach verbilligt bekommen habe. Zum einen hat das Gerät durch die Thaliaaktion eigentlich schon nur 99€ gekostet, ich habe es aber sogar direkt von Thalia für 79€ bekommen. Daher ist das Preis/Leistungs-Verhältnis für mich genau richtig. Das Gerät hat nicht viel gekostet (im Vergleich zu anderen Readern), kann aber dementsprechend auch nicht mehr als lesen. Zum Neupreis von um die 150€ würde ich wohl andere neuere bessere Geräte empfehlen. Aber auch für 99€ ist der PRS-300 vollkommen okay. Wer ein gutes Gerät sucht, das keine Macken macht, funktioniert, das tut was es soll, und mit Sicherheit nicht einfach so auseinanderfällt (das is Sony maaaan!), oder einfach ein Einsteigergerät sucht, der wird sicher seinen Spaß damit haben.
Mir persönlich gefällt der PRS-300 als Einstiegsgerät sehr gut. Aber nur als Einstiegsgerät, ich habe nun beim Lesen meiner Uni-pdfs bemerkt das ein etwas größerer Bildschirm und einige weitere Funktionen wie unterstreichen oder Notizen machen, doch sehr von Vorteil wären, und daher habe ich mich nun entschieden ein größeres Gerät zu kaufen. Aber, Sony hat mich überzeugt, und daher bleibe ich bei Sony und kaufe mir nun den größeren Bruder, den PRS-650. : )


ENDE

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So, das war ziemlich ausführlich, wer es sich tatsächlich ganz durchliest – dem Danke ich. Und ich hoffe ich konnte vielleicht auch helfen. Wenn nicht bei einer Kaufberatung, dann doch zumindest beim füllen der neuen Testberichtedatenbank. Ach, und wer meint, ich habe etwas vergessen, bitte ein Anmerkung, dann versuche ich das noch zu vervollständigen.

Der Tilman.
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