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weatherwax
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Tieck, Ludwig: Franz Sternbalds Wanderungen [German] V1. 25 Jul 2010

Johann Ludwig Tieck (* 31. Mai 1773 in Berlin; † 28. April 1853 ebenda) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik. Er publizierte auch unter den Pseudonymen Peter Leberecht und Gottlieb Färber.

Franz Sternbalds Wanderungen -
OA 1798 Form Roman Epoche Romantik
Franz Sternbalds Wanderungen ist einer der frühesten Künstlerromane der deutschsprachigen Literatur. Ludwig Tieck verbindet in dieser »altdeutschen Geschichte« (so der Untertitel) Kunstenthusiasmus, Italiensehnsucht und Begeisterung für das späte Mittelalter mit romantischem Stimmungszauber.

Entstehung: Als Muster für Franz Sternbalds Wanderungen diente Tieck R Goethes Entwicklungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/ 1796). Göttinger Vorlesungen über italienische Kunst hatten dem jungen Autor Kenntnisse der Renaissancemalerei vermittelt und inspirierten ihn, seinem Roman eine Reise nach Italien zu Grunde zu legen, das er damals noch nicht aus eigener Anschauung kannte.

Inhalt: Franz Sternbald, ein fiktiver Schüler Albrecht Dürers (1471–1528), verlässt seinen Meister, um sich auf Wanderschaft als Künstler zu vervollkommnen. Sein Weg führt ihn zunächst in die Niederlande zu Lucas van Leyden (um 1489–1533). Von Antwerpen aus zieht er mit dem jungen Reisekameraden Rudolf Florestan nach Italien, wo er Raffael (1483–1520) zu treffen hofft. Am Süden faszinieren ihn die überall blühende Kunst, der ästhetische Reiz des Katholizismus und die mediterrane Lebensfreude, die sein Wanderkamerad verkörpert. Darüber hinaus sucht Sternbald nach seiner Jugendliebe Marie. Das Zusammentreffen mit einer Jagdgesellschaft – spätestens hier zeigt sich der Einfluss von Wilhelm Meisters Lehrjahre – führt Franz auf die Spur jener jungen Frau, die er bei einem Unfall gerettet hatte und die ihm auf mysteriöse Weise vertraut erschienen war. Er wird verstrickt in die Schicksale der Gräfin Adelheid und ihres Geliebten Rodrigo, sogar in die Entführung einer Novizin aus einem Kloster. In Rom findet er schließlich Marie, womit die Geschichte abbricht.

Bedeutung: Tieck stellte einen zweiten Teil nie fertig, auch nicht 1843 bei der Überarbeitung des Textes für seine Werkausgabe (Bd. 16). Daran zeigt sich, wie die Frühromantiker das Fragmentarische zum positiven Prinzip erhoben. Wichtiger als eine abgerundete Geschichte waren ihnen Briefe und Kunstgespräche, vor allem aber die Landschaftsschilderungen, in denen sich erst der romantische Stil bildete, die unstillbare Sehnsucht des Helden nach dem Unendlichen und Unerreichbaren sowie die eingefügten Gedichte.

Wirkung: Ungeachtet kritischer Meinungen (etwa Goethes), die mehr Substanz und weniger Stimmung forderten, wurde der Roman zum Modell für eine ganze Reihe romantischer Wanderschaftsromane, u. a. Florentin (1801) von Dorothea Schlegel (1764–1839), Heinrich von Ofterdingen (1802) von R Novalis und Ahnung und Gegenwart (1815) von Joseph von R Eichendorff, aber auch Auslöser eines Aufbruchs vieler deutscher Dichter und Maler nach Italien. Der Einfluss des Werks reichte bis zur Gründung des Malerbunds der »Nazarener«. A. H.

Quelle: Harenberg
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