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View Full Version : Zukunft von reinen eBook-Lesegeräten
kassj0peja 05-11-2010, 03:13 PM Ich hab mir gerade dieses Video angesehen:
http://www.lesen.net/ereader/video-tablets-ereader-was-kommt-was-bleibt-3069/
In diesem werden eBook Reader immer mit Tablets wie dem iPad verglichen.
Denkt ihr, dass reine ebook Reader über kurz oder lang vom Markt verschwinden werden?
Bei mp3s zB., sehe ich aufgrund der Funktionsvielfalt von Smartphones keinen Markt für reine Musikplayer.
Werden mit Display-Technogien wie Pixel Qi oder Mirasol Akkulaufzeiten wie e-Ink Displays möglich sein?
Falls ja, sehe ich für reine eBook Reader keine große Zukunft. Falls nein, dann schon, da eine die e-Ink-Akkulaufzeit (8000 Seiten umblättern) ein großer Pluspunkt ist.
Ich denke, dass die Tablets eher im Revier der Note-/Netbooks und Smartphones wildern werden. Nintendo befürchtet sogar, dass das iPad gefährlich für seine mobilen Spielekonsolen werden könnte.
Marc_liest 05-11-2010, 04:14 PM Ich nutze iPad und Kindle. Aus meiner (jetzigen) Sicht also ein ganz klares JA.
Ob das auch in Zukunft so sein wird ... wer weiss.
Bratzzo 05-11-2010, 04:34 PM Hallo,
die Frage zu beantworten ist schwer.
Ich denke mal, dass wird so ähnlich laufen wie mit tragbaren CD Playern. Die waren meiner Meinung nach nur ein Zwischenschritt vom Walkman zum mp3-Player. Aber es gibt sie heute noch (was mich etwas überrascht).
Der Markt für mp3-Player ist aber weitaus größer.
Daher denke ich mal, dass es reine eReader noch ein paar Jahre geben wird
Zumindest so lange, bis die Preise für iPad und Co auf eReader Niveau sinken.
Es kommt aber auch darauf an, was uns die Hersteller verkaufen wollen.
Wenn es so läuft wie bei den Handys [1] dann sehe ich schwarz für den reinen eReader.
Die Hersteller werden das anbieten womit sie am meisten verdienen können. Und das hat der Kunde dann zu kaufen.
Was der Kunde möchte, interessiert erst viel später.
Bratzzo
[1]
Welches aktuelle Handy (vergleichbar mit dem Nokia 3109c) ist noch ohne Kamera erhältlich? Die Hersteller sagen, der Kunde will eine Kamera, dann bekommt er sie auch.
Ich will (und darf) aber keine Kamera im Handy haben. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht der einzige bin. Aber dennoch ist die Menge der Kunden, die ein Handy ohne Kamera kaufen würden so gering, dass es sich für die Hersteller einfach nicht lohnt.
Bythernium 05-11-2010, 06:03 PM Man kann beide Geräte eigentlich nicht richtig miteinander vergleichen. Sicher, auf einem Tablet Slate wie dem iPad (nicht zu verwechseln mit einem Tablet PC) kann man auch eBooks lesen. Aber die Dinger sind einfach nicht mobil genug um einen eReader ersetzen zu können. Das gilt auch für Smartphones: Die sind zwar mobil genug, aber haben zum komfortablen Lesen ein zu kleines Display. Ich persönlich besitze sowohl einen eReader als auch einen richtigen Tablet PC (auf dem lese ich höchstens Comics, das wäre auch die einzige Leseanwendung, die mich an einem iPad reizen würde), ansonsten ist der nur im Produktiveinsatz. Ich würde nie auf die Idee kommen, auf einem so unhandlichen Gerät Bücher zu lesen. Ein Tablet Slate ist für mich momentan absolut uninteressant, da ich alle für mich infrage kommenden Anwendungsgebiete besser mit meiner aktuellen mobilen Hardware (Smartphone, eReader, Tablet PC) abdecken kann.
Von daher wird es immer einen Markt für eReader geben.
Werden mit Display-Technogien wie Pixel Qi oder Mirasol Akkulaufzeiten wie e-Ink Displays möglich sein?
Bei Pixel Qi wird nur in hellen Umgebungen die Hintergrundbeleuchtung runtergedimmt bzw. ausgeschaltet. Das spart zeitweise Strom, aber bei weitem nicht immer. Mirasol hat den Vorteil, dass wie bei E Ink nur bei Bewegtbildern Strom gezogen wird. Allerdings wird bei Videos oder Mausbewegungen natürlich ständig ein neues Bild erzeugt. Mirasol soll stromsparender als E Ink sein, von daher wäre das auch als E Ink Nachfolger durchaus interessant.
Nintendo befürchtet sogar, dass das iPad gefährlich für seine mobilen Spielekonsolen werden könnte.
Dazu sind die Tablet Slates einfach zu groß und zu schwer. Der DS ist so erfolgreich, weil er klein und leicht ist (mal ganz abgesehen vom Preis).
[1]
Welches aktuelle Handy (vergleichbar mit dem Nokia 3109c) ist noch ohne Kamera erhältlich? Die Hersteller sagen, der Kunde will eine Kamera, dann bekommt er sie auch.
Ich will (und darf) aber keine Kamera im Handy haben. Ich bin mir sicher, dass ich damit nicht der einzige bin. Aber dennoch ist die Menge der Kunden, die ein Handy ohne Kamera kaufen würden so gering, dass es sich für die Hersteller einfach nicht lohnt.
Blackberry 8800
Sony Ericsson XPERIA X5 Pureness
K-Thom 05-11-2010, 06:38 PM Oh, das gibt es so viele Aspekte zu berücksichtigen, dass sich hier nicht für einen Gerätetyp eine generelle Aussage treffen lässt.
Display-Technik: eInk < > LCD < > neue Technologien (wie Mirasol)
Display-Typ: Farbe oder Schwarzweiß
Akkulaufzeit
Abmessungen und Gewicht
Gehäuse
Konnektivität
Software-Architektur
Preis
Platt gesagt, sobald ein Lesegerät erscheint mit
einem optisch ansprechenden Design (kein Plastikgehäuse)
einem Display, auf dem sich sowohl schwarzweiß-Texte gestochen scharf mit hohem Kontrast lesen und Farbdarstellungen in brillanter Wiedergabe betrachten lassen
einem Akku, der bei Vollzeitnutzung mindestens einen Tag hält (~12 h)
Abmessungen und Gewicht, die das Gerät wirklich mobil machen
verschiedenen Verbindungsarten, ohne sich an einen Anbieter binden zu müssen
einer Software, die mehr erlaubt als nur eine Anwendungsmöglichkeit
einem konkurrenzfähigen Preis
haben wir eine Killer-Hardware. Das iPad erfüllt mehrere dieser Punkte. Der Kindle 2 tut das genauso. Eine Mixtur aus den Tugenden beider Geräte wäre äußerst reizvoll.
eInk muss sich ganz klar weiterentwickeln, um auf längere Sicht im Rennen zu bleiben. Das nächste Update mit höherem Kontrast und Animationen steht für 2010 ja an. Bin gesapnnt, welcher Reader das als erster nutzt.
Wie bei allen Abspielgeräten (so gesehen sind Reader ja auch "nur" welche) werden die Casual consumer entscheiden, welche Technik sich durchsetzt. Otto Normalverbraucher also. Stürzt er sich auf das iPad und lässt alle eInk-Geräte links liegen, ist das richtungsweisend für die Branche, auch wenn einem das persönlich nicht gefällt.
Mit ePub (und auch mit PDF) haben wir wenigstens beim Content eine feste Größe, um die kein Gerät herumkommt. Solange ich meine Geschichten lesen kann, ist das Lesegerät für mich eher zweitrangig.
joblack 05-11-2010, 08:20 PM Werden mit Display-Technogien wie Pixel Qi oder Mirasol Akkulaufzeiten wie e-Ink Displays möglich sein?
Falls ja, sehe ich für reine eBook Reader keine große Zukunft. Falls nein, dann schon, da eine die e-Ink-Akkulaufzeit (8000 Seiten umblättern) ein großer Pluspunkt ist.
Ich denke, dass die Tablets eher im Revier der Note-/Netbooks und Smartphones wildern werden. Nintendo befürchtet sogar, dass das iPad gefährlich für seine mobilen Spielekonsolen werden könnte.
Das iPad kann man nicht wirklich als ernsthaften E-Bookreader bezeichnen.
E-Ink ist die aktuelle Technik zum lesen von E-Books.
K-Thom 05-12-2010, 03:53 AM Sorry, aber "die" aktuelle Technik zum Lesen von eBooks gibt es nicht.
Und wenn, dann ist es de facto LCD, denn eInk-Lesegeräte werden von ca. 10-20% der User eingesetzt. Weit über 50% liest auf PC/Laptop/Notebook, der Rest verteilt sich auf PDA, Organzier, Smartphones und Handys. Du musst zugeben, dass hier eInk-Displays nur äußerst selten zum Einsatz kommen.
Das iPad dürfte sich hervorragend als Lesegerät eignen, solange man es drinnen benutzt und sich auf der Couch/im Stuhl so einrichtet, dass es beim Lesen auf dem Schoß oder einer Unterlage liegt. Es ist nur nicht wirklich mobil, und man kann es nicht längere Zeit mit einer Hand halten. Gilt für die meisten großen Bildbände aber ebenso.
Schnitzelbrain 05-12-2010, 03:56 AM Hi,
ich denke der Trend läuft (wieder mal) in die Richtung von Eierlegendewollmilchsau.
Was EBook reader (noch) braucht z.B.
- unkomplizierte Bedienung
- leicht
- gute saubere Darstellung von Texten in ALLEN Formaten.
- Einfache Anpassung an die Lesegewohnheit, Schriftgröße, Formatierung usw.
- Lesbar wie ein Buch (weil das soll er sein), am besten Doppelseitig, so zum aufklappen.
- günstige Bücher
- wie wäre es mit simultanübersetzung von Bücher in die gewünschte Sprache, kaufs in Englisch und lese in Deutsch
- saubere Integration von Bildern im Text
- Ersatz für Zeitung und Zeitschriften, so als Abo.
- Bezahlbar, auch die großen Reader
- Eine sauber Verlinkung aller Inhalte, so wie bei der Stichwortsuche beim normalen Buch. Ich suche ein wort unter "S" und schlage die Seitenzahl auf. Beim E-Book reader schlag ich danach die seite auf und such dann weiter da die Seiten mit den Seitenzahlen nich mehr stimmen.
- Für Schule und Studium ein Büchersatz
Was sie bekommen (werden):
- Spiele
- MP3
- Display für Animation (wobei ich mal gespannt bin wie die Mirasol Displays unter verschiedenen Lichtquellen aussehen, was macht die Farbe bei Neon lampen z.B.)
- Video
- Jeder hersteller mit eigenem Format und Verhalten
- DRM
- Ich denk mal noch Videotelefon
- vernetztes lesen
- sozial network
- Bücher oder Texte meistens mehr schlecht als Recht darstellen, wenn es mal nicht das Standart Format ist.
- Internet Browser
- Virenscanner da dauerthaft online
- Kamera
- Bunt und Animiert
Tja ich denke auch das die reinen Ebook reader leider nicht mehr so lange bestehen, was wir bekommen sind Geräte die alles machen sollen. Nebenbei dann auch Ebooks verarbeiten. Am Schluss wirds wohl ein Laptop sein mit allem was es kann und das Display lässt Ebook lesen eben auch in der Sonne zu.
Aber die haptische Anpassung ans Lesen, die ich eigentlich wollte wird in den Hintergrund rücken. Ein Buch ist ein total passiver Gegenstand dessen eigentlicher Reiz die Verarbeitung im Hirn erst zu Tage bringt. Da ist nur Text drin, sonst nix und doch so viel mehr.
Wie immer versucht uns die Welt klar zu machen das wir alles irgendwie Vorverdaut und bunt Präsentiert haben müssen.
So.... Is doch wahr aber auch. Ich geh jetzt Lesen ;)
Marc_liest 05-12-2010, 05:42 AM Das iPad erfüllt mehrere dieser Punkte. Der Kindle 2 tut das genauso. Eine Mixtur aus den Tugenden beider Geräte wäre äußerst reizvoll.
Ich werde die beiden heute Nacht ganz eng zusammen legen ... mal sehen was passiert. :cool:
K-Thom 05-12-2010, 06:25 AM Ich werde die beiden heute Nacht ganz eng zusammen legen ... mal sehen was passiert. :cool:
Keine Chance - aufgrund mangelnder Anschlüsse ist das iPad asexuell und nur bedingt beziehungstauglich. :D
Sischa 05-12-2010, 11:29 AM Sorry, aber "die" aktuelle Technik zum Lesen von eBooks gibt es nicht.
Und wenn, dann ist es de facto LCD, denn eInk-Lesegeräte werden von ca. 10-20% der User eingesetzt. Weit über 50% liest auf PC/Laptop/Notebook, der Rest verteilt sich auf PDA, Organzier, Smartphones und Handys. Du musst zugeben, dass hier eInk-Displays nur äußerst selten zum Einsatz kommen.
Nunja das ist aber nur zum Teil richtig. Natürlich liest die Menscheit derzeit deutlich mehr an LCD's bedingt durch Büroarbeit am PC, private Mail- Internetnutzung etc. ABER und das denke ich ist entscheidend, der ebook Markt kam erst richtig in Schwung mit e-ink.
Meine Frau hat das iPad welches nun schon knapp 3 Wochen bei uns rumliegt erst 2 mal in der Hand gehabt liest aber jeden Abend im Kindle.
Früher war sie der Typ "Ich brauch echtes Papier in den Händen", ein Blick auf e-ink und der Leitsatz gerieht schon in Vergessenheit. Spätestens seit dem sie den Nutzen des Kindles und des instant shopping bei Amazon erkannt hat ist echtes Papier komplett "outrated".
Wäre mit einem LCD Display nie passiert.
Vielleicht lesen mehr Menschen auf dem LCD aber ebooks werden denke ich überwiegend auf eink konsumiert. Und ich glaube derzeit noch nicht daran das das iPad daran etwas ändert. Zumal mindestens 3/4 der Leute die ich kenne die sich demnächst ein iPad holen nicht im entferntesten daran denken mal ebooks zu lesen oder gar auf dem iPad (oder gar jetzt echt dafür bezahlen :rolleyes: ).
Ich denke hier wäre ich mal hübsch vorsichtig mit Grabesreden. Was sich in 3 Wochen auf dem iPad für mich schon deutlich abzeichnet:
1. Super dupa interaktive Inhalte wie Alice im Wunderland oder National Geographic sind bisher EINMALIGE Demo Inhalte. 99% der Bücher und Magazine die ich im App shop derzeit kaufen/abbonieren kann sind bestenfalls PDF Scans von Magazinen wie National Geographic. Schön werden jetzt einige sagen das kommt noch nach und nach, nur wer bezahlt den Mehraufwand? Der Konsumierer? Ich habe meine Zweifel. Und wenn ich die teils vernichtenden Kommentare in den Apps sehe sehen das die User recht ähnlich und haben auch nicht ewig die Geduld zu warten.
2. iBooks hat bisher ein recht eingeschränktes Angebot und die geschützen ebooks kann ich nur auf dem iPad lesen. Bald vielleicht auch auf dem iPhone aber das war es bisher. Ich weiss nicht ob das ein durschlagender Erfolg wird. Abwarten. Für mich steht fest iBooks und muss sich erst einmal beweisen nur weil Apple mit iTunes einen solchen Erfolg hatte ist das nicht übertragbar sowas anzunehmen ist blödsinn.
3. Das iPad ist irgendwie in meinen Augen eine ganz andere Kategorie. Es ist ein Multimedia Konsumgerät. Ich kann zwar Musik drüber laufen lassen aber dazu nutze ich mein iPhone/iPod. Ich kann zwar drauf lesen aber dazu nutze ich meine Kindles. Was super ist ist das surfen und Video schaun. Dafür nutze ich es auch. Aber zum Lesen wird es sich nur schwer durchsetzen da es auch schwer ist. Bin echt kein Schwächling ;) aber sorry das Dingen den ganzen Abend hochhalten ist für mich nicht komfortabel (Kindle DX ist ja schon ein Brocken).
4. Ein ebook Reader muss für mich ein kleines leichtes Teil sein was man draussen gut ablesen kann und was auch mal in der Preisregion sollte von "fällts am Pool hin und ist dahin dann muss ich nicht gleich kotzen" .... das erfüllen meine Kindles, mein Cybook sowieso und 80% der ebooks am Markt. Und ich denke so exotisch bin ich nicht mit dieser Einstellung. Warum waren denn ebook Lesegeräte der frühen Generation noch vor eink so erfolglos?
Irgendwie klingt das derzeit alles nach einer verzweifelten Verlagswelt da draussen die schon Dollarzeichen in den Augen hat weil sie meinen jetzt können sie endlich wieder Bücher, Zeitungen etc. wie blöd an eine riesen iPad Schaafherde verkaufen. Die verpeilen nur leider da sich der Mensch an sich auch durch ein iPad nicht gleich grundlegend ändert. Das Ding hat einen Browser, RSS Reader und Bücher lesen ist immer noch nicht automatisch über Nacht mit dem iPad zum Volkssport Nr. 1 der kaufkräftigen Kundezielgruppe geworden. Ich denke das könnte vor allem ein Böses Erwachen für eine gerade wieder Hoffnung schöpfende Printmedienlandschaft werden :chinscratch:
kassj0peja 05-12-2010, 11:48 AM Also ich bin momentan der Meinung, dass das unentbehrlichste Gerät mit nur einer Funktion ein stinknormaler eReader ist. Für alles andere (also zB. Musik) gibt es alternative eierlegende Wollmichsäue, die die Zwecke (fast) genauso gut erfüllen. Beim eReader ist das meiner Meinung (noch) nicht der Fall.
Wenn aber die ersten 7" Tablets kommen, die mit einem extrem stromsparenden Sonnenlicht tauglichen Dualmode-Display ausgestattet und vielleicht sogar noch kleiner und leichter als aktuelle 6" e-Reader sind, dann könnte ich schon schwach werden.
Aber so ist das halt in unserer Zeit. Kaum kommt ist was neues auf dem Markt, ist es schon wieder alt und was neues muss her.
K-Thom 05-12-2010, 11:53 AM Ein wichtiger Punkt ist halt, dass sich kaum ein Kunde zwei Geräte besorgt - eines für Bücher und eines für Magazine.
Farbdisplays sind daher in meinen Augen ein Totschlagargument. Und wer ein dediziertes Lesegerät mit brillantem Farbdisplay veröffentlicht (egal, welche Technologie dahinter steckt), wird ab Ende 2010 die Nase vorn haben.
Beim iPad reden sich viele Verleger gerade in einen Rausch, aus dem sie bald verkatert erwachen werden.
Sischa 05-12-2010, 03:29 PM Ein wichtiger Punkt ist halt, dass sich kaum ein Kunde zwei Geräte besorgt - eines für Bücher und eines für Magazine.
Farbdisplays sind daher in meinen Augen ein Totschlagargument. Und wer ein dediziertes Lesegerät mit brillantem Farbdisplay veröffentlicht (egal, welche Technologie dahinter steckt), wird ab Ende 2010 die Nase vorn haben.
Beim iPad reden sich viele Verleger gerade in einen Rausch, aus dem sie bald verkatert erwachen werden.
Wie gesagt sehe ich anders. Ich denke die Leute die sich ein LCD Tablet, iPad etc in der Regel holen, werden auch MAL ein ebook kaufen.
Diejenigen die richtig viel Geld in ebooks "versenken" werden eink zu schätzen wissen. Mal abwarten ...
K-Thom 05-12-2010, 06:23 PM Diejenigen die richtig viel Geld in ebooks "versenken" werden eink zu schätzen wissen. Mal abwarten ...
Sorry, ich stecke Geld in eBooks, ich lese eBooks auf meinem Kindle 2, ich gebe selbst eBooks heraus
aber
wenn ich Comics oder reichhaltig bebilderte Magazine lesen will, brauche ich ein vernünftiges Farbdisplay. Und das liefert mir auf absehbare Zeit nur LCD.
eBooks sind nicht nur digital umgesetzte Bücher. Dass "books" ist keine formelle Vorgabe. Jemand, der ausschließlich belletristische Bücher liest, ist mit einem eInk-Lesegerät bestens versorgt. Alle anderen nicht.
Und selbst bei Fachbüchern stößt eInk an seine Grenzen.
Bratzzo 05-13-2010, 03:23 AM Welches aktuelle Handy (vergleichbar mit dem Nokia 3109c) ist noch ohne Kamera erhältlich?
Blackberry 8800
Sony Ericsson XPERIA X5 Pureness
Das Blackberry 8800 scheint ja zu fast zu passen. Allerdings stellt sich mir wieder die Frage, warum ich einen halben PC mit mir rumschleppen soll, wenn ich doch nur ein Telefon brauche...
Taststur, eMail, Internet, das braucht kein Mensch. Ich jedenfals nicht.
Und beim Sony frage ich mich, warum ich ein halbes Vermögen bezahlen soll nur um mit dem Ding ein paar Telefonate zu führen.
Nee, beide wären kein Ersatz für das Nokia 3109c.
Trotzdem Danke.
Bratzzo
Sischa 05-13-2010, 05:29 AM Sorry, ich stecke Geld in eBooks, ich lese eBooks auf meinem Kindle 2, ich gebe selbst eBooks heraus
aber
wenn ich Comics oder reichhaltig bebilderte Magazine lesen will, brauche ich ein vernünftiges Farbdisplay. Und das liefert mir auf absehbare Zeit nur LCD.
eBooks sind nicht nur digital umgesetzte Bücher. Dass "books" ist keine formelle Vorgabe. Jemand, der ausschließlich belletristische Bücher liest, ist mit einem eInk-Lesegerät bestens versorgt. Alle anderen nicht.
Und selbst bei Fachbüchern stößt eInk an seine Grenzen.
Nur ob die Gruppe derer die Comics, Magazine und ebooks lesen wollen und das alles auf einem Gerät wirklich so bedeutend ist das die Gruppe derer die einfach nur komfortabel reine Textbücher lesen wollen und das schließlich heute auch schon zu genüge tun vom Markt verdrängt wird glaube ich nicht so ganz.
Ich sehe eher die Gefahr das das Verlagswesen mit ihrem derzeitigen feuchten iPad-Träumen eventuell die reine echte Lesegruppe so im Regen stehen lässt und auf kurz oder lang vergrault das am Ende keine der Beteiligten davon was hat.
mtravellerh 05-14-2010, 05:10 AM Ich kann nur sagen, dass ich ein wirklicher Vielleser bin und das ich in meinem Leben echt schon genug auf LCD-Schirmen gelesen hab, um das nicht mehr zu wollen. Farbdisplays werden nicht das Ende des Readers bedeuten, sondern seine logische Weiterentwicklung. Ich will einfach nur lesen und das möglichst einfach, schnell und bequem. Wenn das dann auch noch farbig ist, umso besser.
:D ominik 05-14-2010, 05:34 AM Seit dem ich zur Anwendungsentwicklung ein iPad zur Verfügung bekommen habe, sehe ich nichts, womit das iPad den Literatur- und Magazinmarkt verändern/verbessern/weiterbringen könnte. Das liegt an vielen Aspekten, zwei ganz gravierende sind:
1) Das Display geht extrem auf die Augen. Ich arbeite den ganzen Tag an Computern, gelegentlich 24 Stunden und mehr am Stück, ohne dass mir das viel ausmacht. Ich bin also an Bildschirme gewöhnt. Das Display des iPad finde ich aber bereits nach einer halben Stunde extrem anstrengend. Wenn ich einen Text darauf lese, sogar noch früher. Ich kann aber nicht genau sagen, woran das liegt. Ich habe verschiedene Helligkeiten probiert, das ändert nicht viel. Das Display sieht im Vergleich zu meinem Netbook grobpixeliger aus, obwohl beide eine fast gleiche Größe und einen vergleichbaren dpi-Wert haben. Das Netbook hat sogar ein minimal größeres Display und damit einen etwas schlechteren (grobpixeligeren) dpi-Wert, tatsächlich aber sieht das iPad-Display gröber aus. Wenn das Gerät nicht von Apple, sondern von irgendeinem chinesischen Hinterhofbastler (nichts gegen chinesische Hinterhofbastler) wäre, würde ich bezweifeln, dass es überhaupt die angegebene Auflösung hat. Aber egal, die gröbere Optik ist, glaube ich, nicht der Grund dafür, dass es so auf die Augen geht.
Für einen Comic mag das egal sein, da die Texte nur kurz sind. Ein Magazin, in dem die Artikel im Schnitt eine A4-Seite füllen, möchte ich auf dem Display nicht lesen.
2) Es ist mühsam, das Gerät zu halten oder zu positionieren. So mühsam, dass man schon nach kurzer Zeit die Lust daran verliert. Das Gerät zu halten (wie ein Buch) ist aufgrund des Gewichtes – bzw. vielmehr die Hebelwirkung durch die Größe in Verbindung mit dem Gewicht – kein Vergnügen. Es scheint naheliegend, auf dem Sofa mit angewinkelten Beinen zu sitzen und das Gerät auf die Oberschenkel zu legen. Mit einem Notebook, das sich weit aufklappen lässt (annähernd 180°) kann man so extrem entspannt sitzen, denn man muss nichts halten. Beim iPad allerdings muss man das Gerät halten, sonst rutscht es bis auf das Becken runter und ist so zu tief (beim Notebook ist unterm Display noch die Tastatur, die es auf angenehmer Höhe hält). Nun ist diese Art es zu halten grundsätzlich weit weniger anstrengend, als es komplett frei zu halten. Aufgrund des Touchscreens bzw. des geringen inaktiven Rahmens um den Screen herum, sind die Möglichkeiten zum Abstützen aber sehr eingeschränkt. Es endet entweder darin, dass man es mit beiden Händen abstützt oder mit einer Hand in sehr verkrampfter Haltung. Ein Maus-Arm ist/war eine seltene Randerscheinung, der iPad-Arm wird eine neue Volkskrankheit. Nun hat man das iPad zwar schon abgestützt, wenn es im Raum jedoch hell ist oder man etwas helles angezogen hat, dann muss man nun noch den Winkel der Beine verändern (was dann nicht unbedingt noch angenehm ist, weil man ständig die Muskulatur anspannen muss, damit die Beine nicht ganz wegrutschen) oder das iPad doch wieder mit den Händen halten, um den gewünschten Winkel zu erreichen. Ansonsten sieht man in erster Linie Spiegelungen oder Fingerabdrücke.
Es einfach auf den Tisch zu legen geht nicht, dann sieht man auch wieder entweder nur Spiegelungen oder Fingerabdrücke (die sieht man übrigens viel stärker als beim iPhone/iPod Touch). Man muss also etwas unterlegen. Nun probiert man erstmal verschieden dicke Gegenstände aus, bis man den richtigen Winkel gefunden hat. Einfach nur etwas Anwinkeln geht nämlich wegen Spiegelungen oder Fingerabdrücken nicht, es muss schon exakt der richtige Winkel sein. Nun bleibt das iPad aber nicht in dieser Position, sondern es rutscht mangels gummierter Rückseite einfach weg. Man muss also eine Hand oder irgendwas schweres davorlegen, damit es bleibt, wo es bleiben soll. Nun kann man endlich lesen, und zwar so lange, bis man auf die Idee kommt, seine Lage etwas zu verändern.
Nebenbei: man kann auf dem iPad keine großen PDFs oder Bilder öffnen. Ich wollte mehrere PDFs um 15 MB herum öffnen, das wurde mit einem Speicherfehler verhindert. PDFs unter 10 MB ließen sich öffnen. Wo genau hier die Grenze liegt habe ich nicht getestet, spielt aber keine Rolle, denn 15 MB ist für ein PDF mit vielen Seiten und ein paar Bildern/Skizzen nicht viel (wenn man auf den Bilder auch was erkennen können soll), und daher ist diese Beschränkung ein Witz. Auch große Bilder (ab 4,5 Megapixel) können nicht vernünftig angezeigt werden, es wird dann nur ein Bild von extrem geringer Auflösung (ich vermute die Vorschaugrafik aus dem JPEG), hochgezogen auf die eigentliche Größe des Bildes, dargestellt. Es war in diesem Fall ein Panoramabild (ca. 900x4800 Pixel) und ich habe nicht probiert, ob das Problem auch bei herkömmlicheren Seitenverhältnissen besteht, ich vermute aber schon. Das Problem wird, wie bei den PDFs, der Speicher sein. Unkomprimiert (wie es vom Prozessor verarbeitet wird) ist so ein 4,5 Megapixel Bild nämlich ca. 13 MB groß.
Im Prinzip wäre das iPad gut geeignet, um schnell was nachzuschlagen, z.B. mal eben was in der Wikipedia nachzulesen oder kurz einen Überblick über das aktuelle Fernsehprogramm zu bekommen. Anfangs habe ich das auch getan, inzwischen greife ich hierfür wieder fast nur noch zu Smartphone oder Netbook.
Viele Grüße
Dominik
Sischa 05-14-2010, 06:24 AM Naja das mit den PDFs stimmt nicht ganz, ich habe schon Magazine mit über 100 MB gelesen mit dem Goodreader, geht problemlos.
Dem Gewichtsargument kann man so zustimmen. Es geht je nach Haltung auf die Handgelenke und ist für lange Lesesitzungen unkomfortabel gerade im Vergleich zu einem direkten federleichten Cybook z.B.
Marc_liest 05-17-2010, 02:56 AM @ :D ominik
Keine grossen PDF Dateien - stimmt nicht!
Keine grossen Bilder - stimmt nicht!
Schlechtes Display - stimmt nicht! (Es war doch bekannt, dass es Glossy ist, oder?)
:D ominik 05-17-2010, 05:52 AM Ich konnte keines der größeren PDFs (alle zwischen 15 und 20 MB) öffnen, die kleineren (zwischen 5 und 10 MB) ließen sich öffnen. Diese PDFs werden jeden Tag hunderte Male von verschiedensten Personen auf verschiedensten Geräten geöffnet und was nachgeschlagen. Dort funktionieren sie, nur auf dem iPad kommt ein Speicherfehler.
Ich konnte keines der Panoramabilder richtig darstellen. Es wurde bei allen lediglich eine Primitivstauflösung, vergrößert auf Originalgröße der Bilder, angezeigt. Erst mit geringerer Pixelzahl wurden die Bilder in der richtigen Auflösung dargestellt.
Natürlich wusste ich das es ein glänzendes Display ist. Darf ich deswegen nicht meine Meinung äußern? Und soll ich Dir mal was verraten? Ich wusste sogar, dass es ein Glasdisplay ist und wusste überdies aus einem Vergleich neuer Macbooks (mit Glasdisplay) und älteren Macbooks (mit glänzendem Plastikdisplay), dass die Glasdisplay nochmal deutlich stärker spiegeln als Plastikdisplays. Du hast völlig recht Marc, wie konnte ich es angesichts dieser Umstände nur wagen, ein Wort über die Betrachtungsprobleme beim iPad verlieren...
Viele Grüße
Dominik
K-Thom 05-17-2010, 05:57 AM Du hast völlig recht Marc, wie konnte ich es angesichts dieser Umstände nur wagen, ein Wort über die Betrachtungsprobleme beim iPad verlieren...
Rechne mal damit, dass du von Steve nie Jobs angeboten bekommen wirst ... ;)
mtravellerh 05-17-2010, 06:04 AM Ich konnte keines der größeren PDFs (alle zwischen 15 und 20 MB) öffnen, die kleineren (zwischen 5 und 10 MB) ließen sich öffnen. Diese PDFs werden jeden Tag hunderte Male von verschiedensten Personen auf verschiedensten Geräten geöffnet und was nachgeschlagen. Dort funktionieren sie, nur auf dem iPad kommt ein Speicherfehler.
Ich konnte keines der Panoramabilder richtig darstellen. Es wurde bei allen lediglich eine Primitivstauflösung, vergrößert auf Originalgröße der Bilder, angezeigt. Erst mit geringerer Pixelzahl wurden die Bilder in der richtigen Auflösung dargestellt.
Natürlich wusste ich das es ein glänzendes Display ist. Darf ich deswegen nicht meine Meinung äußern? Und soll ich Dir mal was verraten? Ich wusste sogar, dass es ein Glasdisplay ist und wusste überdies aus einem Vergleich neuer Macbooks (mit Glasdisplay) und älteren Macbooks (mit glänzendem Plastikdisplay), dass die Glasdisplay nochmal deutlich stärker spiegeln als Plastikdisplays. Du hast völlig recht Marc, wie konnte ich es angesichts dieser Umstände nur wagen, ein Wort über die Betrachtungsprobleme beim iPad verlieren...
Viele Grüße
Dominik
PDF: Versuch mal Goodreader, das Teil ist spektakulär gut, wenigstens auf dem iPod Touch. Da hatte ich schon 100 Mb-Files mit auf ohne Probleme.
K-Thom 05-17-2010, 06:48 AM Tja, ist natürlich eine Stärke von Apple. Ein App, das auf drei pozentiellen Lesegeräten gleichermaßen läuft, ist derzeit konkurrenzlos, bzw. alle Lese-Apps. Dieses Konzept bietet derzeit kein anderer Hardwareanbieter. Stichwort: Titel des Threads.
Vor allem, wenn man als Nicht-Programmierer keinen Handschlag machen muss, sondern einfach nur installiert.
:D ominik 05-17-2010, 08:28 AM PDF: Versuch mal Goodreader, das Teil ist spektakulär gut, wenigstens auf dem iPod Touch. Da hatte ich schon 100 Mb-Files mit auf ohne Probleme.
Ich habe es nur mit den "Hausmitteln" probiert, da Abhängigkeiten von Drittanbieterprogrammen für den einen Anwendungsfall keine Option wären. Der andere Anwendungsfall ist auf Eis gelegt, nachdem der Auftraggeber endlich verstanden hat (einem Akkuhersteller sei dank, andere wollte er nicht ernst nehmen, Apple hat nur schwammig geantwortet), dass die Akkus des iPad bei seinem geplanten Einsatz nach spätestens einem Jahr platt sind und das Einschicken von Tausenden Geräten jedes Jahr erstens unpraktikabel und zweitens die Kosten für den Akkutausch zu hoch sind.
Für den normalen Gebrauch ist es sicherlich eine Option, ein anderes Programm zu installieren, sofern es dann da klappt.
Viele Grüße
Dominik
Marc_liest 05-17-2010, 09:37 AM Ich konnte keines der größeren PDFs (alle zwischen 15 und 20 MB) öffnen, die kleineren (zwischen 5 und 10 MB) ließen sich öffnen. Diese PDFs werden jeden Tag hunderte Male von verschiedensten Personen auf verschiedensten Geräten geöffnet und was nachgeschlagen. Dort funktionieren sie, nur auf dem iPad kommt ein Speicherfehler.
Ich konnte keines der Panoramabilder richtig darstellen. Es wurde bei allen lediglich eine Primitivstauflösung, vergrößert auf Originalgröße der Bilder, angezeigt. Erst mit geringerer Pixelzahl wurden die Bilder in der richtigen Auflösung dargestellt.
Natürlich wusste ich das es ein glänzendes Display ist. Darf ich deswegen nicht meine Meinung äußern? Und soll ich Dir mal was verraten? Ich wusste sogar, dass es ein Glasdisplay ist und wusste überdies aus einem Vergleich neuer Macbooks (mit Glasdisplay) und älteren Macbooks (mit glänzendem Plastikdisplay), dass die Glasdisplay nochmal deutlich stärker spiegeln als Plastikdisplays. Du hast völlig recht Marc, wie konnte ich es angesichts dieser Umstände nur wagen, ein Wort über die Betrachtungsprobleme beim iPad verlieren...
Viele Grüße
Dominik
Im Gegenteil, ich mag solch (v)wagemutige Berichte.
Der Tip von MTH (Goodreader) ist sehr gut, ein tolles Programm.
Goodreader kann auch noch .doc .ppt .xls iWork und weitere Dokumente darstellen.
joblack 05-20-2010, 06:39 PM Sorry, aber "die" aktuelle Technik zum Lesen von eBooks gibt es nicht.
Und wenn, dann ist es de facto LCD, denn eInk-Lesegeräte werden von ca. 10-20% der User eingesetzt. Weit über 50% liest auf PC/Laptop/Notebook, der Rest verteilt sich auf PDA, Organzier, Smartphones und Handys. Du musst zugeben, dass hier eInk-Displays nur äußerst selten zum Einsatz kommen.
Der Threadname ist nun mal "Zukunft von reinen E-Book-Lesegeräten" und für reine Lesegeräte findest Du nun mal die E-ink Technologie (oder etwas äquivalentes) und keine LCD-Technik.
Die Prozentangaben haben nichts zu sagen - bei der Erfindung des Autos sind auch 99,999999% mit Kutschen und Pferden (die Bahn mal ausgeschlossen) gefahren.
Ein paar Jahre später war die Pferdeindustrie tot ...
K-Thom 05-21-2010, 06:07 AM Yup, und für reine Lesegeräte ist eInk für mich keine Zukunftstechnologie, sondern ein Seitenzweig der Entwicklung, dessen Ende bereits jetzt absehbar ist.
Interessante Technologie, aber zu beschränkt in seiner Ausbaufähigkeit. IMHO.
mtravellerh 05-21-2010, 07:14 AM Yup, und für reine Lesegeräte ist eInk für mich keine Zukunftstechnologie, sondern ein Seitenzweig der Entwicklung, dessen Ende bereits jetzt absehbar ist.
Interessante Technologie, aber zu beschränkt in seiner Ausbaufähigkeit. IMHO.
Dan zeig uns mal Alternativen auf, bitte. Wie sieht denn das Lesegerät der Zukunft aus, wenn es denn nach Dir gehen würde?
gulu-gulu 05-21-2010, 08:17 AM Yup, und für reine Lesegeräte ist eInk für mich keine Zukunftstechnologie, sondern ein Seitenzweig der Entwicklung, dessen Ende bereits jetzt absehbar ist.
Interessante Technologie, aber zu beschränkt in seiner Ausbaufähigkeit. IMHO.
Nunja, für reine Lesegeräte ist diese Technologie meiner Meinung nach vollkommen ausreichend. Scharfe Kontraste, minimaler Stromverbrauch und gute Lesefähigkeit. Ein Ende für eInk sehe ich höchstens darin, dass jemand sowas "in bunt" salonfähig und vor allem bezahlbar macht..
K-Thom 05-21-2010, 09:35 AM Dan zeig uns mal Alternativen auf, bitte. Wie sieht denn das Lesegerät der Zukunft aus, wenn es denn nach Dir gehen würde?
Lesegerät der Zukunft: Hohe Auflösung, schnelle Reaktionszeit, hoher Kontrast und flexibles Display.
eInk? Nein, nein, nein und nein.
Alternativen: Mirasol, Pixel Qi, OLED, Transflektive LCD - Ich sage nicht, dass alle von ihnen besser sind oder sich durchsetzen werden. Aber es gibt zumindest Alternativen.
Bitte nicht betriebsblind werden, mtravellerh ...
mtravellerh 05-21-2010, 10:55 AM Lesegerät der Zukunft: Hohe Auflösung, schnelle Reaktionszeit, hoher Kontrast und flexibles Display.
eInk? Nein, nein, nein und nein.
Alternativen: Mirasol, Pixel Qi, OLED, Transflektive LCD - Ich sage nicht, dass alle von ihnen besser sind oder sich durchsetzen werden. Aber es gibt zumindest Alternativen.
Bitte nicht betriebsblind werden, mtravellerh ...
Nein, werd ich nicht. PocketBook hat sich jedenfalls schon in eine der von Dir vorgeschlagene Richtungen bewegt. Wollte nur wissen, an was Du denkst, war mir ansonsten ein bisschen zu nebulös.
Alaska 05-21-2010, 11:08 AM Daß die Zukunft von reinen Lesegeräten der E-Ink-Technologie gehören würde, halte ich ebenfalls für schwer vorstellbar. Schon die Vorstellung, reine Lesegeräte könnten einen merklichen Marktanteil erreichen, macht mir Probleme. Die Tendenz geht eher zu Alleskönnern, die mehrere Funktionen in sich vereinen. Und e-Ink ist doch wirklich eine Zumutung, träge, keine Farben, geringe Auflösung, geringe Kontraste, reflexionsanfällig, abhängig von Hintergrundbeleuchtung. Ich lese zwar gezwungernermaßen selbst auf diesen Raritäten, aber sie kommen mir schon sehr anachronistisch vor. Ein Nischenprodukt für einen Nischenmarkt.
Zum Lesen braucht man keine Farbe, Auflösung,, Schnelligkeit etc., Hauptsache lange Akkulaufzeit, ist dann oft das Gegenargument. Aber man muß diesen Reader immer mitschleppen. Was man nicht mehr tun wird, wenn so etwas wie ein 6" Ipad herauskommt, bei dem der LCD durch ein reaktionsschnelles, hochauflösendes Farbdisplay ersetzt wird, das nur Strom braucht, wenn man umblättert oder Filme sieht und bei dem man optional den hellen Hintergrund beleuchten kann. Das muß nicht von Apple kommen, aber das kommt. E-Ink müßte schon ziemliche Sprünge machen, um das alles zu können, dazu entwickelt sich das meinem Eindruck nach viel zu langsam. Und wenn ich dann solche Fehler bei aktuellen Chargen sehe, wie das Auflösen der Buchstaben unter Sonnenlicht oder die Zumutungen von Touchsystemen (entweder unscharf oder es spiegelt), dann glaube ich nicht, daß hinter dieser Technologie ein hohes Potential von Innovationskraft oder Wettbewerbsfähigkeit steckt.
mtravellerh 05-21-2010, 04:04 PM Daß die Zukunft von reinen Lesegeräten der E-Ink-Technologie gehören würde, halte ich ebenfalls für schwer vorstellbar. Schon die Vorstellung, reine Lesegeräte könnten einen merklichen Marktanteil erreichen, macht mir Probleme. Die Tendenz geht eher zu Alleskönnern, die mehrere Funktionen in sich vereinen. Und e-Ink ist doch wirklich eine Zumutung, träge, keine Farben, geringe Auflösung, geringe Kontraste, reflexionsanfällig, abhängig von Hintergrundbeleuchtung. Ich lese zwar gezwungernermaßen selbst auf diesen Raritäten, aber sie kommen mir schon sehr anachronistisch vor. Ein Nischenprodukt für einen Nischenmarkt.
Zum Lesen braucht man keine Farbe, Auflösung,, Schnelligkeit etc., Hauptsache lange Akkulaufzeit, ist dann oft das Gegenargument. Aber man muß diesen Reader immer mitschleppen. Was man nicht mehr tun wird, wenn so etwas wie ein 6" Ipad herauskommt, bei dem der LCD durch ein reaktionsschnelles, hochauflösendes Farbdisplay ersetzt wird, das nur Strom braucht, wenn man umblättert oder Filme sieht und bei dem man optional den hellen Hintergrund beleuchten kann. Das muß nicht von Apple kommen, aber das kommt. E-Ink müßte schon ziemliche Sprünge machen, um das alles zu können, dazu entwickelt sich das meinem Eindruck nach viel zu langsam. Und wenn ich dann solche Fehler bei aktuellen Chargen sehe, wie das Auflösen der Buchstaben unter Sonnenlicht oder die Zumutungen von Touchsystemen (entweder unscharf oder es spiegelt), dann glaube ich nicht, daß hinter dieser Technologie ein hohes Potential von Innovationskraft oder Wettbewerbsfähigkeit steckt.
Sicherlich kann man argumentieren, dass Soft- und Hardware der Reader im Vergleich zu anderer IT-Hardware unter starken Kinderkrankheiten leidet. Aller dings muss man auch sehen , dass es in diesem Marktsegment (das nicht riesig gross oder gar unerschöpflich ist) einfach nicht möglich ist, in den Dimensionen zu investieren wie das anderswo möglich ist.
K-Thom 05-21-2010, 06:42 PM Aller dings muss man auch sehen , dass es in diesem Marktsegment (das nicht riesig gross oder gar unerschöpflich ist) einfach nicht möglich ist, in den Dimensionen zu investieren wie das anderswo möglich ist.
Damit gibst du aber (fast) schon die Antwort, warum auf Dauer ein Nur-Lesegerät sich nur schwerlich halten wird. Es existiert nicht der Massenmarkt und damit die Bereitschaft zu investieren.
Investiert wird in Geräte, die wie das iPad oder Tablet PCs "auch lesen" können, da hier die weiteren Features den Massenmarkt ansprechen.
eInk funktioniert, und das gut. Das ist ja nicht die Frage. Und es macht als Nischenprodukt (mit allen möglichen Updates) auch für ein gewisses Klientel ja durchaus Sinn.
Man wird nur eben Otto Normalconsumer damit nicht erreichen. Der möchte ein tolles Gerät, und, hey, lesen kann man damit ja auch. Na, dann kauft man sich doch auch mal das eine oder andere eBook dafür. Aber noch mehr eher Videos, Spiele oder Musik. eBooks auch, aber nicht primär.
Reine eBook-Lesegeräte werden zukünftig ein Nischenprdukt mit einer klar definierten Kundschaft werden.
Ich finde das auch nicht schlimm. Solange eBook A auf Lesegerät B, C, D und E läuft, ist es doch das Schöne, dass ein Leser ein dediziertes Lesegerät kauft, und der nächste ein Multimediagerät, mit dem man auch lesen kann. Aber beide kaufen dieselbe Datei. Für Kunden die beste aller Welten.
mtravellerh 05-22-2010, 02:41 AM Damit gibst du aber (fast) schon die Antwort, warum auf Dauer ein Nur-Lesegerät sich nur schwerlich halten wird. Es existiert nicht der Massenmarkt und damit die Bereitschaft zu investieren.
Investiert wird in Geräte, die wie das iPad oder Tablet PCs "auch lesen" können, da hier die weiteren Features den Massenmarkt ansprechen.
eInk funktioniert, und das gut. Das ist ja nicht die Frage. Und es macht als Nischenprodukt (mit allen möglichen Updates) auch für ein gewisses Klientel ja durchaus Sinn.
Man wird nur eben Otto Normalconsumer damit nicht erreichen. Der möchte ein tolles Gerät, und, hey, lesen kann man damit ja auch. Na, dann kauft man sich doch auch mal das eine oder andere eBook dafür. Aber noch mehr eher Videos, Spiele oder Musik. eBooks auch, aber nicht primär.
Reine eBook-Lesegeräte werden zukünftig ein Nischenprdukt mit einer klar definierten Kundschaft werden.
Ich finde das auch nicht schlimm. Solange eBook A auf Lesegerät B, C, D und E läuft, ist es doch das Schöne, dass ein Leser ein dediziertes Lesegerät kauft, und der nächste ein Multimediagerät, mit dem man auch lesen kann. Aber beide kaufen dieselbe Datei. Für Kunden die beste aller Welten.
Ja, so ähnlich sehe ich das auch. PocketBook wird sich aber weiterhin bemühen, das ideale Lesegerät zu bauen und anzubieten, so gut es die Umstände halt erlauben, wobei wir eben auch versuchen, möglichst alle populären Formate zu unterstützen. Da wir multinational orientiert sein, können wir mit dem Fakt, dass es für dedizierte Lesegeräte halt nur einen Nischenmarkt gibt, ganz gut leben. Da aber Profit und Investition nur in einem begrenzten Massstab möglich sind und daher unsere Ressourcen auch nur begrenzt, setzen wir eben auf Open Source, Kundennähe und fortdauernde Entwicklung, um unsere Ziele zu erreichen. Dieser Ansatz wird ja von unseren Kunden ja durchaus auch so gesehen und zum Grossteil auch gustiert.
Es wäre sicher leichter für uns, wenn wir ein einheitliches, offenes Buchformat hätten, aber das ist und bleibt wohl ein Wunschtraum.
Alaska 05-22-2010, 07:26 AM Zur Zukunft von Pocketbook als offener Plattform für möglichst viele Formate möchte ich mal wild herumphantasieren. Und ein bißchen ausholen, zu einem Vergleich mit dem Film- und Fernsehbereich.
Dort gibt es mit Dream-Multimedia-TV einen Hardwareanbieter für Empfangsreceiver (Kabel, Sat, DVB-T), die sogenannten Dreamboxen. Ausgeliefert werde die mit einem Linuxbetriebssystem, mit dem man die inzwischen üblichen Einschränkungen nicht umgehen kann. Es gibt HD+ und Ci+ und diverse andere Methoden, um die Möglichkeiten des Kunden an den gesendeten Filmen einzuschränken. Werbung darf nicht mehr übersprungen werden, aufgenommene Filme lassen sich nur noch einmal sehen und das auch nur für kurze Zeit, oder man muß, um Sky auch im Schlafzimmer sehen zu können, ein zweites Skyabonnement abschließen, aufgenommene Filme dürfen nicht die Box verlassen und ähnliches. Die Einschränkungen werden immer heftiger, gerade bei HD.
Nun gibt es Software für die Dreamboxen, die alle diese Einschränkungen aufhebt, eine Gemeinde im Internet, die diese Software pflegt und erklärt und kostenlos zur Verfügung stellt. Nicht im Ausland in der Karibik, sondern auf einer deutschen Internetseite.
Erst wenn der Anbieter die Dreambox mit dieser Software eigenmächtig zusammenbringt, verstößt er eventuell gegen AGBs. Ich weiß nicht, ob man ihn belangen könnte, wenn er für den Eigengebrauch einen HD-Film auf einer externen Festplatte archiviert oder gar die Werbung rausschneidet, bzw. überspringt. Sky ist auch noch nie gegen die Cams vorgegangen, die der Abonnentenkarte vormachen, es handele sich um einen zertizierten Receiver, die wissen, daß sie damit viele zahlende Kunden verprellen würden.
Das funktioniert seit einigen Jahren so. Wäre es nicht denkbar, mit dem Pocketbook einen ähnlichen Spagat zu machen? Auf der einen Seite Pocketbook mit dem offiziellen Adobe-Reader, auf der anderen eine Seite im Netz, die unabhängig von PB eine Software entwickelt, die sämtliche, auch DRM-geschützte E-Books auf dem Pocketbook optimal lesbar darstellen kann, egal ob von Adobe verschlüsselt, von Amazon oder von Textunes?
Dabei ginge es ja nicht darum, illegale Kopien zu erzeugen und zu verbreiten, sondern nur, mit dem PB alle E-Books kaufen und auch lesen zu können. Ohne gezwungen zu sein, sich zusätzlich einen Kindle oder einen iPad zulegen zu müssen. Oder den DRM zu verlieren, um eine lesbare Formatierung zu erreichen.
Erst der Kunde fügt dann Hard- und Software zusammen und erst dann könnte es sein, daß man gegen Apples AGBs verstößt, die einen zwingen will, über die eigene Plattform vertriebene DRM-Produkte nur auf ihrer Hardware zu lesen (bei Musik funktioniert das ja nicht mehr, die kann man überall abspielen). Das müßte dann der Kunde verantworten und nicht PB oder die Softwareanbieter.
Wie gesagt, bei Filmen funktioniert das, obwohl die Filmindustrie alles daran setzt, Kundenrechte einzuschränken, von der sehr erfolgreichen politischen Lobbyarbei bis zur Verhaftung von Schülern auf dem Schulhof.
gulu-gulu 05-22-2010, 10:07 AM aber bitte nicht an den Preisen von DreamMultimedia orientieren :) Zwar sind die Boxen meiner Meinung nach ihr Geld wert, aber sau-teuer bleiben sie trotzdem..
Alaska 05-22-2010, 10:31 AM aber bitte nicht an den Preisen von DreamMultimedia orientieren :) Zwar sind die Boxen meiner Meinung nach ihr Geld wert, aber sau-teuer bleiben sie trotzdem..
Stimmt, ich habe für die DM 8000 HD ein Heidengeld ausgegeben. Aber der Unterschied zu meiner zertifizierten Gängel-Humaxbox vorher ist geradezu sensationell. ;)
Ohne die ausdrücklich nicht von DreamMultimedia vertriebene Software könnten sie diese Preise übrigens niemals verlangen.
mtravellerh 05-22-2010, 10:58 AM Stimmt, ich habe für die DM 8000 HD ein Heidengeld ausgegeben. Aber der Unterschied zu meiner zertifizierten Gängel-Humaxbox vorher ist geradezu sensationell. ;)
Ohne die ausdrücklich nicht von DreamMultimedia vertriebene Software könnten sie diese Preise übrigens niemals verlangen.
Ja gut, man könnte ja auch eine ausdrücklich nicht von PocketBook vertriebene Software machen. Ist ja Open Source. Da wären wir also machtlos.
Alaska 05-22-2010, 11:35 AM Ja gut, man könnte ja auch eine ausdrücklich nicht von PocketBook vertriebene Software machen. Ist ja Open Source. Da wären wir also machtlos.
Hier mal ein Link zum Dreamboxforum, das nichts mit DreamMedia zu tun hat:
http://www.i-have-a-dreambox.com/wbb2/
Leider kann ich nicht programmieren, sondern nur konsumieren. Aber ich kaufe fleißig weiter PBs, wenn sich eine Gruppe von kundenorientierten Programmieren finden sollte, die an einem wirklich offenen PB arbeiten würden. ;)
Illegal im Sinne von Kopierschutz wäre da tatsächlich nichts, denn niemand würde einen Kopierschutz entfernen müssen. Es ginge ja nur darum, jedes gekaufte mit DRM-versetzte E-Book auch auf dem PB komfortabel lesen zu können, ohne vorher den DRM verlieren und über Calibre das Format konvertieren zu müssen. So könnte die Software Amazonbüchern vorgaukeln, ein Kindle zu sein und Textunes- oder iBookbüchern, es sei ein iPad.
K-Thom 05-23-2010, 03:35 AM Ja gut, man könnte ja auch eine ausdrücklich nicht von PocketBook vertriebene Software machen. Ist ja Open Source. Da wären wir also machtlos.
Indirekt. Sieh's so herum: das wäre ein Markt für gebrandete Geräte. Das, was Netronix für PB gemacht habt, macht ihr einen Schritt weiter und bietet es Buchhandelsketten, Buchclubs, Online-Shops oder Elektronikketten an.
Und ihr könntet die verwendete Software kanalisieren, indem ihr den Partnern verschiedene Software-Pakete vorschlagt. Teils von euch, teils auf Open Source.
Hätte ich z.B. das Geld, würde mich eine 360er story2go-edition ohne Spiele und Kalender reizen. Mit eigenem Startscreen und eben nur mit den Features, die ich auf einem Lesegerät sehen möchte. Vielleicht gleich mit einem Schwung nur meiner eBooks vorinstalliert. Dazu vielleicht noch eine gelabelte Tasche, warum nicht?
mtravellerh 05-23-2010, 11:14 AM Indirekt. Sieh's so herum: das wäre ein Markt für gebrandete Geräte. Das, was Netronix für PB gemacht habt, macht ihr einen Schritt weiter und bietet es Buchhandelsketten, Buchclubs, Online-Shops oder Elektronikketten an.
Und ihr könntet die verwendete Software kanalisieren, indem ihr den Partnern verschiedene Software-Pakete vorschlagt. Teils von euch, teils auf Open Source.
Hätte ich z.B. das Geld, würde mich eine 360er story2go-edition ohne Spiele und Kalender reizen. Mit eigenem Startscreen und eben nur mit den Features, die ich auf einem Lesegerät sehen möchte. Vielleicht gleich mit einem Schwung nur meiner eBooks vorinstalliert. Dazu vielleicht noch eine gelabelte Tasche, warum nicht?
Lass Dich überraschen!
:D ominik 05-26-2010, 12:59 PM Alternativen: Mirasol, Pixel Qi, OLED, Transflektive LCD - Ich sage nicht, dass alle von ihnen besser sind oder sich durchsetzen werden. Aber es gibt zumindest Alternativen.
OLED kann ich mir überhaupt nicht als Alternative vorstellen. OLED ist immer beleuchtet (selbstleuchtend), also vom Lesekomfort bzw. den Nebenwirkungen direkt mit LCD vergleichbar. Tatsächlich ist es sogar noch schlechter als LCD, da OLED bei größerer Pixelzahl zum Flimmern neigt (ist weniger träge als LCD), wofür AMOLED allerdings eine Lösung ist. Bei Sonneneinstrahlung, aber auch schon an einem hellen Tag ohne direkte Sonne, ist OLED aufgrund des Funktionsprinzips völlig unbrauchbar. Da die Leuchtkraft des OLED nie gegen die Sonnen ankommen wird, wird OLED/AMOLED auch niemals sonnenlichttauglich werden.
Mirasol und Pixel Qi könnten eventuell irgendwann Alternativen sein, momentan ist aber der Kontrast im Reader-Modus noch deutlich schlechter als bei eInk, dessen aktueller Stand ja nicht mehr dunkelgrau/hellgrau sondern schon beinahe schwarz/weiß ist. Ebenso mausgrau sieht es bei transflektiven LCDs aus.
Für das Lesen über einen längeren Zeitraum ist meiner Meinung nach nur eine Technik brauchbar, die selbst kein Licht emittiert. Alles andere macht einfach keinen Spaß (außer im Geldbeutel des Optikers). Mirasol & Co. mit abgeschalteter Hintergrundbeleuchtung haben einen mangelhaften Kontrast und unnatürliche Optik, sind dafür schnell und bieten Farbe. eInk (aktueller Stand) hat einen ausgezeichneten Kontrast und Papieroptik, ist aber langsam.
Beim gegenwärtigen(!) Technikstand sehe ich für mich(!) keine Alternative zu eInk. eInk ist schnell genug für mich, denn das Blättern dauert nicht länger als beim Papierbuch und Animationen möchte ich bei keiner Leseart. Farbe ist für mich beim klassischen Lesen völlig unbedeutend, beim "Lesen" von bildstarken und bildlastigen Zeitschriften möchte ich Farbe, dann aber erstklassige (kein Mirasol etc.) und auf großem Display (min. A4-Format). Wichtig ist für mich ein guter Kontrast. Das muss kein schwarz/weiß sein, fastschwarz/cremeweiß ist auch OK und für die Augen auch angenehmer, aber es sollte in die Richtung gehen. Dieser silbergraue Hintergrund, den Mirasol, Pixel Qi, transflektive LCD und sämtliche primitiv-LCDs ohne Beleuchtung seit Erfindung derselben haben, disqualifiziert sich völlig für ein reines Lesegerät oder zum Genusslesen. Ein bisschen Papieroptik muss schon sein. Für ein Universalgerät, z.B. für ein Notebook oder Mobiltelefon, finde ich das akzeptabel, um damit im Freien arbeiten zu können. Unabhängig von der Hintergrundfarbe, muss ein spezielles Lesegerät für mich immer ohne Beleuchtung benutzbar sein, so lange die Umgebungshelligkeit einigermaßen im Rahmen ist. Mirasol etc. kann man zwar wunderbar im Sonnenlicht ohne aktive Beleuchtung nutzen, im Schatten oder im Haus sieht es aber schon wieder schlecht aus, wenn keine Scheinwerferbatterie auf das Gerät strahlt.
Viele Grüße
Dominik
EbookHype 05-26-2010, 05:52 PM Bei reinen eBook-Lesegeräten sieht es gerade so aus, als wären sie ohne Farbdisplay, z.B. der Kindle bleibt ohne Farbe:
http://www.chip.de/news/Amazon-Vorerst-kein-Kindle-mit-Farb-Display_43080787.html
Ich vermute mal, wenn es einen handlicheren iPad mit 6 Zoll geben sollte, könnte er die meisten Ebooklesegeräte verdrängen, weil er einfach mehr zum Spielen anbietet, im Sinne von spielerischem Lesevergnügen.
Im Comicbereich sollen die Marvel Comics gigantisch auf dem iPad sein und viele würden den iPad nur wegen den guten Comics kaufen z.B.
http://boingboing.net/2010/04/01/marvel-comics-for-ip.html
Die Frage ist für mich, ob die Technik der ebook-Lesegeräte mit der Konkurrenz mithalten kann oder einfach für das Massenpublikum zu altbacken wird.
Alaska 05-26-2010, 06:13 PM Bei reinen eBook-Lesegeräten sieht es gerade so aus, als wären sie ohne Farbdisplay, z.B. der Kindle bleibt ohne Farbe:
http://www.chip.de/news/Amazon-Vorerst-kein-Kindle-mit-Farb-Display_43080787.html
Ich vermute mal, wenn es einen handlicheren iPad mit 6 Zoll geben sollte, könnte er die meisten Ebooklesegeräte verdrängen, weil er einfach mehr zum Spielen anbietet, im Sinne von spielerischem Lesevergnügen.
Im Comicbereich sollen die Marvel Comics gigantisch auf dem iPad sein und viele würden den iPad nur wegen den guten Comics kaufen z.B.
http://boingboing.net/2010/04/01/marvel-comics-for-ip.html
Die Frage ist für mich, ob die Technik der ebook-Lesegeräte mit der Konkurrenz mithalten kann oder einfach für das Massenpublikum zu altbacken wird.
Wenn Amazons Firmenchef von Jahren redet, die es brauchen wird, um farbige reine Lesedisplays zu entwickeln, fürchte ich schon, daß die Entwicklung über eInk hinwegrollen wird. Spätestens, wenn die Inhalte in den künftigen Mainstream wandern und nur noch über illegale Konvertierungen ins eInk-Lager tröpfeln, ist es Schluß damit.
In den USA gibt es noch Amazon als großen Vertreter reiner Lesegeräte. Bei uns übernehmen Drittfirmen zu offenbar überteuerten Preisen die Konvertierung fürs ePubformat mit Adobe-DRM. Übernehmen Textunes und/oder Apple mit iBooks diese Arbeit und sorgen für den Vertrieb, sparen die Verlage vermutlich sogar Kosten und können mit höherem Absatz rechnen. Mit Inhalten von Textunes oder iBooks werden reine Lesegeräte nicht befüllt werden können.
So gesehen könnte die eInk-Technologie hierzulande am DRM scheitern.
K-Thom 05-27-2010, 04:08 AM Ja, es ist die alte Weisheit von "Content sells". Für welches (Lese)Gerät erhalte ich den gewünschten Inhalt? Und den einfachsten/bequemsten Einkauf?
Als alter Comic-Fan ist die Marvel/Comixology-App trotz all meiner Vorbehalte gegenüber dem iPad eine Killer-App. Da kommt kein PDF-Comic auf einem Netbook auch nur ansatzweise heran. Das heißt, ich würde mir das iPad tatsächlich vor allem wegen der Comics (nicht nur von Marvel) kaufen.
Bei Belletristik bleibe ich mehr und mehr dem Kindle treu. Wegen seiner Shop-Anbindung und der Masse an US-Literatur. Und damit indirekt dem PRC-Format.
ePub und mein Opus nutze ich fast nur noch, um zu testen, wie die ePub aussehen, also rein geschäftlich. Privat lese ich auf dem Kindle.
Alaska 05-27-2010, 04:27 AM Hier ein Link zur Verbesserung von Touchdisplays bei u.a. Mirasol.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Touchflaeche-hinter-dem-Display-1008906.html
Ein neues Konkurrenzprodukt von eInk:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Dimmbarer-E-Paper-Vorhang-1008760.html
... bei eInk, dessen aktueller Stand ja nicht mehr dunkelgrau/hellgrau sondern schon beinahe schwarz/weiß ist.
ist das so?
können das die pocketbook 360-besitzer bestätigen?
Alaska 05-27-2010, 12:21 PM ist das so?
können das die pocketbook 360-besitzer bestätigen?
Also ich kann das als 302-Besitzer nicht bestätigen. Schwarz schon, aber weit entfernt von Weiß. Deutlich dunkler als ein normales Blatt Papier, wie es bei Büchern verwendet wird. Man braucht auch deutlich mehr Licht als beim Buch.
netseeker 05-27-2010, 12:29 PM ist das so?
können das die pocketbook 360-besitzer bestätigen?
Das PB360, das Opus und vor allem der Kindle2 haben im Vergleich wirklich ein sehr helles grau. Nicht so hell wie eine beschichtete Glanzbuchseite aber die Geräte können inzwischen durchaus mit normalem Massendruckpapier konkurrieren (insbesondere wenn das Papier nach ein paar Wochen in der Wohnung ordentlich nachgedunkelt hat).
Die meisten anderen Geräte haben allerdings immer noch einen Hintergrund-Grauwert, den ich viel zu dunkel finde. Insbesondere bei neueren Geräten wie dem PB302 kann (und will!) ich das nicht wirklich verstehen.
Marc_liest 05-27-2010, 12:48 PM :ditto:
Ich kann netseeker da nur zustimmen.
K-Thom 05-27-2010, 03:44 PM Das PB360, das Opus und vor allem der Kindle2 haben im Vergleich wirklich ein sehr helles grau. Nicht so hell wie eine beschichtete Glanzbuchseite aber die Geräte können inzwischen durchaus mit normalem Massendruckpapier konkurrieren (insbesondere wenn das Papier nach ein paar Wochen in der Wohnung ordentlich nachgedunkelt hat).
Die meisten anderen Geräte haben allerdings immer noch einen Hintergrund-Grauwert, den ich viel zu dunkel finde. Insbesondere bei neueren Geräten wie dem PB302 kann (und will!) ich das nicht wirklich verstehen.
Tut mir leid, das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte das PB 360 zum Test, ich habe das Opus und den Kindle 2.
Auf meinem Schreibtisch liegt immer wieder mal Papier herum. Kopierpapier, getöntes Briefpapier, Recyclingpapier. Wann immer ich eines meiner beiden eInk-Geräte anschließe, stelle ich fest, dass selbst Recyclingpapier einen höheren Kontrast hat als ein angeschaltetes eInk-Display.
Wenn das bei anderen Geräten noch schlimmer ist, na danke ...
Das ist bis heute für mich DER Punkt, warum ich eInk keine großen Chancen einräume, wenn das nicht endgültig behoben wird!
Tagsüber ist das kein allzu großes Problem. Da reicht das Umgebungslicht aus. Liege ich aber abends mit indirektem Licht im Bett, kann ich ein Taschenbuch noch gut lesen - meine Reader muss ich schon schräg ins Licht halten, um hier - und nicht etwa bei LCD! - aufgrund des schlechten Kontrasts nicht tränende Augen zu bekommen.
Bevor das nicht grundlegend verbessert wird, wird keines meiner nächsten Lesegeräte auf eInk-Basis sein.
netseeker 05-27-2010, 04:12 PM Tut mir leid, das kann ich nicht bestätigen. Ich hatte das PB 360 zum Test, ich habe das Opus und den Kindle 2.
Auf meinem Schreibtisch liegt immer wieder mal Papier herum. Kopierpapier, getöntes Briefpapier, Recyclingpapier. Wann immer ich eines meiner beiden eInk-Geräte anschließe, stelle ich fest, dass selbst Recyclingpapier einen höheren Kontrast hat als ein angeschaltetes eInk-Display.
Ich sprach von der Basistönung (Hintergrund-Grauwert) des Displays im Vergleich mit dem üblichen Massendruckpapier, nicht vom Kontrast an sich. Das sind zwei unterschiedliche Sachen, die zwar miteinander in Beziehung stehen aber nicht identisch sind.
Wenn dein Opus und dein Kindle statt einem sehr hellen Hintergrund-Grauwert einen eher dunklen aufweisen, solltest Du sie umtauschen. Die müssen defekt sein. :D
Bezüglich Kontrast hast Du recht. Der Kontrast eines gedruckten Buches ist mit fast jeder Papierart besser als bei jedem E-INK-Display. Druck reflektiert direkt, bei E-INK muss das Licht noch durch die Glas-Layer und der Kontrast wird ohnehin noch durch seitlich einfallende Lichtstrahlen in den verschiedenen Layern beeinträchtigt (Interferenzen), welche die wahrnehmbaren Helligkeitsunterschiede zwischen den Bildpunkten wieder etwas "verwischen". Geht es beim Lesegerät aber denn wirklich darum, dass es identisch oder besser wie Papier bzgl. Kontrast sein muß? Ein Lesegerät ist die Summe seiner Eigenschaften.
Wenn das bei anderen Geräten noch schlimmer ist, na danke ...
Ist es - leider.
Bratzzo 05-27-2010, 04:49 PM Hallo,
bis heute dachte ich auch dass eInk ein längere Halbwertszeit hat. Aber nachdem ich heute diese Meldung gelesen habe:
http://www.lesen.net/ereader/pearl-bringt-3204/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+lesen_net+%28lesen.net%29
bin ich immer fester der Überzeugung, dass nicht die Kunden entscheiden was gut ist. Vielmehr entscheiden die Hersteller und werfen ein Gerät auf den Markt das billig in der Produktion ist, sich billig verkaufen lässt, aber nicht annähernd an die Anforderungen heran reicht. Trotzdem wird dem Kunden eingeredet, dass ihr Gerät das Gerät ist. Mit den Argumenten:
- Fabrdisplay
- Fabrdisplay
- Fabrdisplay
- kostest nur die Hälfte / ein Drittel
- Fabrdisplay
Die Akkulaufzeit wird nicht erwähnt, bzw. die vergleichbar kurze Laufzeit auch noch angepriesen. Nach dem Motto "sensationelle 7 Std. Akkulaufzeit!"
Wenn erst einmal genügend Kunden darauf hereingefallen sind, haben die Hersteller einen Grund zu sagen: Die Kunden wollen das. Und produzieren weiterhin diesen digitalen Dünnpfiff.
Und da die Kunden dann alle diesen Dünpfiff kaufen wollen, müssen sich die anderen Hersteller dem Druck beugen und ähnlichen Kram produzieren.
Da wird dann leider kein Platz mehr für eInk sein.
Bratzzo
K-Thom 05-27-2010, 06:32 PM Geht es beim Lesegerät aber denn wirklich darum, dass es identisch oder besser wie Papier bzgl. Kontrast sein muß?
Ernsthafte Gegenfrage: Worum sonst?
eInk wird ständig dergestalt beworben, dass es wie Lesen auf Papier sei. Und dem muss ich ganz klar widersprechen. Taschenbücher mit solch einem ungeeigneten Papier würde ich nicht kaufen.
Vielmehr entscheiden die Hersteller und werfen ein Gerät auf den Markt das billig in der Produktion ist, sich billig verkaufen lässt, aber nicht annähernd an die Anforderungen heran reicht.
Je, nu, irgendwie kann man's den Kunden aber auch nicht recht machen. Jahrelang (bis heute) heißt es (auch in der illegalen Szene): Lesegeräte sind zu teuer. Wenn sie mal unter 100 Euro kosten, dann würde ich mir so ein Gerät zulegen.
Jetzt kostet eines unter 100, und selbstverständlich wird es nicht die Qualität haben wie eines für 250-300. Wie sollte es auch?
Wenn ich bei Mediamarkt einen BlueRay-Player für unter 100 Euro sehe, dann kaufe ich den nicht. Weil ich mir vorstellen kann, welche Komponenten drinstecken, und wie sie verarbeitet wurden. Ich bin doch nicht blöd ...
netseeker 05-28-2010, 04:00 AM Ernsthafte Gegenfrage: Worum sonst?
eInk wird ständig dergestalt beworben, dass es wie Lesen auf Papier sei. Und dem muss ich ganz klar widersprechen. Taschenbücher mit solch einem ungeeigneten Papier würde ich nicht kaufen.
Worum sonst? Nun zum Beispiel darum, dass man bsp. mehr wie zwei, drei Bücher unterwegs dabei haben kann, Funktionen wie Volltextsuche, Wörterbuch etc. zur Verfügung hat, ein augenschonendes Display nutzen kann, nicht ein Dutzend Schränke für seine Bücher benötigt, etc.. Wie gesagt, ein Lesegerät ist die Summe seiner Eigenschaften.
"E-Ink wird beworben, dass es wie Lesen auf Papier sei." Ja, durchaus. Aber es wird nicht damit beworben, dass es Papier sei. Das dir Nachts bei einem LCD-Gerät die Augen weniger tränen, kaufe ich dir übrigends nicht ab. ;) E-Ink ist bei weitem nicht perfekt aber ein E-Ink-Bashing ohne tatsächlich verfügbare, sinnvolle Alternativen macht auch keinen Sinn.
:D ominik 05-28-2010, 05:33 AM ist das so?
können das die pocketbook 360-besitzer bestätigen?
Ich habe noch kein Pocketbook-Gerät live gesehen. Nur Sony-Geräte, deren Display hellgrau ist.
Bei meinem nook, der einer der jüngsten eBook-Reader und somit auf aktuellem Stand der Technik ist, ist die Hintergrundfarbe cremeweiß und vergleichbar mit Taschenbüchern, die ja auch kein reinweißes Papier haben, sondern ein leicht gelbliches (sieht ansprechender aus und ist augenfreundlicher). Ich habe hier Notizzettel aus Umweltpapier, die sind dunkler. Die Texte auf dem nook sind nicht schwarz, aber nahe daran. Die Textfarbe entspricht ziemlich exakt der Farbe des schmalen, dunklen Rahmens um das Display herum.
Viele Grüße
Dominik
K-Thom 05-28-2010, 09:06 AM Worum sonst? Nun zum Beispiel darum, dass man bsp. mehr wie zwei, drei Bücher unterwegs dabei haben kann, Funktionen wie Volltextsuche, Wörterbuch etc. zur Verfügung hat, ein augenschonendes Display nutzen kann, nicht ein Dutzend Schränke für seine Bücher benötigt, etc.. Wie gesagt, ein Lesegerät ist die Summe seiner Eigenschaften.
Bis auf das augenschonende Display sind das aber alles Funktionen, die es schon Jahre vor eInk für Pocket PCs, Smartphones und PDAs gab. ;) eInk definiert sich also nur über den Hintergrund und dessen Kontrast. Also muss ich es zwangsläufig daran festmachen. Wie schon gesagt: woran sonst?
Das dir Nachts bei einem LCD-Gerät die Augen weniger tränen, kaufe ich dir übrigends nicht ab.
Ich enttäusche dich nur ungern, aber bei LCD haben mir die Augen noch nie getränt. und ich habe auf gut einem halben Dutzend Handhelds gelesen, auch abends im Bett, mit und ohne Umgebungsbeleuchtung.
Das empfindet aber nun mal jeder Mensch vollkommen unterschiedlich. Ich bin froh, dass mir LCDs nichts auszumachen scheinen.
Alaska 05-28-2010, 10:23 AM Denen tränen die Augen bestimmt nur vor Freude über ein ergattertes Exemplar:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Run-auf-das-iPad-1009944.html
Und hier wird gerade die Zukunft von reinen Lesegeräten begraben:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apples-iBookstore-fuellt-sich-Update-1009740.html
Hoffentlich sehe ich das ein bißchen zu schwarz. :rolleyes: Jedenfalls tränen mir die Augen, wenn ich bei Libri hineingucke und das tue ich mindestens jeden Tag einmal. Eine einzige Neuvorstellung ist da schon ein richtiger Grund zum Feiern. :angry: Die letzten Wochen hat sich kaum was getan in dieser Richtung.
netseeker 05-28-2010, 01:59 PM Bis auf das augenschonende Display sind das aber alles Funktionen, die es schon Jahre vor eInk für Pocket PCs, Smartphones und PDAs gab. ;) eInk definiert sich also nur über den Hintergrund und dessen Kontrast. Also muss ich es zwangsläufig daran festmachen. Wie schon gesagt: woran sonst?
Ich kann den Zusammenhang mit dem letzten Stand unserer Konversation nicht erkennen. Die Frage war "Geht es beim Lesegerät aber denn wirklich darum, dass es identisch oder besser wie Papier bzgl. Kontrast sein muß?". Deine Gegenfrage war "Worüber sonst?".
Das sich E-INK nur über Hintergrund und Kontrast definiert ist ohnehin, ähm, sagen wir einfach eine zu stark überzeichnete Vereinfachung. Ein Buch definiert sich ebenfalls nicht nur über das verwendete Papier und die Tinte, ein LCD ebenfalls nicht nur über Hintergrund und Kontrast.
Ich enttäusche dich nur ungern, aber bei LCD haben mir die Augen noch nie getränt. und ich habe auf gut einem halben Dutzend Handhelds gelesen, auch abends im Bett, mit und ohne Umgebungsbeleuchtung.
Aber beim E-INK tränen dir die Augen? Wahrscheinlich vor Freude. :D
K-Thom 05-28-2010, 06:20 PM netseeker, irgendwie macht es keinen Sinn mit dir zu reden. Ich werde das in Zukunft unterlassen.
Marc_liest 05-29-2010, 06:43 AM netseeker, irgendwie macht es keinen Sinn mit dir zu reden. Ich werde das in Zukunft unterlassen.
Warum? Kommst du mit seinen Argumenten nicht zurecht? :chinscratch:
Alaska 05-29-2010, 06:48 AM Warum? Kommst du mit seinen Argumenten nicht zurecht? :chinscratch:
Man könnte es auch so wahrnehmen, daß hier die Argumente in Ironie ertrinken. ;)
T_Frain_K 05-29-2010, 07:58 AM Mitternacht ist aber auch wirklich keine gute Zeit für fruchtbare Diskussionen.
mtravellerh 05-29-2010, 01:28 PM Man könnte es auch so wahrnehmen, daß hier die Argumente in Ironie ertrinken. ;)
Jo, aber beidseitig. Beide führen ein scharfes Rhetorikschwert. Das kann leider auch schon mal weh tun.
netseeker 05-29-2010, 02:00 PM Ach, Rhetorik und Ironie ist eine Sache, physikalische Eigenschaften eines Displays und biologische Unmöglichkeiten des (gesunden) menschlichen Auges eine andere.
E-Ink ist wie es ist und die derzeitige Generation von LCD's ebenfalls. Beide haben Vor- und Nachteile bei unterschiedlichen physikalische Eigenschaften. Die Zukunft liegt wahrscheinlich ohnehin bei keiner der beiden Technologien.
Alaska 05-29-2010, 02:50 PM E-Ink ist wie es ist und die derzeitige Generation von LCD's ebenfalls. Beide haben Vor- und Nachteile bei unterschiedlichen physikalische Eigenschaften. Die Zukunft liegt wahrscheinlich ohnehin bei keiner der beiden Technologien.
Sehe ich auch so. Interessanter ist eher die Frage, ob reine Lesegeräte eine Zukunft haben, mit welcher Displaytechnik auch immer.
Mein ganz persönlicher Eindruck ist, daß viele speziell in diesem Forum ihren Lesestoff eher aus DRM-freien oder englischsprachigen Quellen beziehen und so vielleicht die Zukunft von eInk-Geräten vergleichsweise positiv einschätzen. Ich lese auch bei weitem lieber auf meinem 302, als auf einem LCD, aber die weiterhin extrem zögerliche Umsetzung von aktuellen Titeln zu Adobe-DRM-ePubs, auf die solche Reader leider fürs große Publikum angewisen sind, läßt mich an eine Zukunft dieser Gattung zweifeln.
Würden die Verlage selbst die Umsetzung ins ePub-Format erledigen und dann sowohl an iBooks/Textunes als auch an Libri & Co verkaufen, wo sie dann mit unterschiedlichen DRMs versehen werden, müßte man sich keine Sorgen machen.
Ein zweites Problem besteht darin, daß niemand Schlange steht, um für einen reinen E-Reader 200 bis 300 Euro auszugeben, während Apple mit seinem Multigerät überhaupt nicht in der Lage ist, die Nachfrage zu erfüllen. Da entsteht ein riesiger Markt an potentiellen Konsumenten, hinter dem die reinen Readernutzer bald verschwinden werden.
Marc_liest 05-29-2010, 04:57 PM Man könnte es auch so wahrnehmen, daß hier die Argumente in Ironie ertrinken. ;)
Ist mir gar nicht aufgefallen. :D
joblack 06-01-2010, 12:17 AM Denen tränen die Augen bestimmt nur vor Freude über ein ergattertes Exemplar:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Run-auf-das-iPad-1009944.html
Und hier wird gerade die Zukunft von reinen Lesegeräten begraben:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apples-iBookstore-fuellt-sich-Update-1009740.html
Hoffentlich sehe ich das ein bißchen zu schwarz. :rolleyes: Jedenfalls tränen mir die Augen, wenn ich bei Libri hineingucke und das tue ich mindestens jeden Tag einmal. Eine einzige Neuvorstellung ist da schon ein richtiger Grund zum Feiern. :angry: Die letzten Wochen hat sich kaum was getan in dieser Richtung.
Falls ich so ein iPad-Edelschrott gewinnen würde wäre meine erste Handlung es zu überhöhten Preisen per EBay einem der naiven Apple-Fanboys anzudrehen.
Marc_liest 06-01-2010, 03:47 AM Falls ich so ein iPad-Edelschrott gewinnen würde wäre meine erste Handlung es zu überhöhten Preisen per EBay einem der naiven Apple-Fanboys anzudrehen.
..ohne Worte :rolleyes:
joblack 06-02-2010, 07:58 PM ..ohne Worte :rolleyes:
Ich akzeptiere Deine Entschuldigung ... :2thumbsup
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