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View Full Version : 19% MWST + Buchpreisbindung - geht das auf Dauer gut?
Eagleeye 04-01-2009, 08:52 AM Die Frage habe ich mal ans Börsenblatt gerichtet (Text der Mail folgt anbei) - habe aber bisher darauf noch keine Antwort bekommen.
Was meint nun ihr - kann sich dieses Konstrukt halten? Oder wird es früher oder später fallen? Und wenn es fällt - auf welche Seite?
Aber hier nun der versprochene Mail-Text:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich habe eine Frage, die ich gerne von Ihnen beantwortet sehen möchte (Am besten, in Form eines Artikels auf Ihrer Homepage). Die Frage lautet: Was sind e-books, rechtlich betrachtet?
Sind es Bücher? Wenn ja - warum werden sie dann mit 19% besteuert? Der ermäßigte Mehrwert-Steuersatz für Bücher liegt bekanntlich bei 7%. Wenn es jedoch keine Bücher sind - warum unterliegen sie dann der Buchpreisbindung?
So, wie es jetzt ist, ist der Zustand jedenfalls auf Dauer untragbar und ich bezweifle sehr, daß er einer gerichtlichen Überprüfung standhalten würde. Irgendeine Seite (entweder der Finanzminister oder Sie als Vertreter des Buchhandels) wird wohl nachgeben müssen ...
Mit freundlichen Grüßen ...
Firestorm 04-01-2009, 01:41 PM Nun ich denke das sich die ganze Sache (zumindest in Deutschland) bei den Preisen soweit nicht wirklich durchsetzen wird, die Fehler die hier geschehen wurden vor Jahren schon von der Musikindustrie gemacht. Deswegen wird auch für Ebooks an der Buchpreisbindung festgehalten, nur da es eben kein richtiges Buch ist ist eben die höhere Steuer fällig.
netseeker 04-01-2009, 03:56 PM Die Frage habe ich mal ans Börsenblatt gerichtet (Text der Mail folgt anbei) - habe aber bisher darauf noch keine Antwort bekommen.
Was meint nun ihr - kann sich dieses Konstrukt halten? Oder wird es früher oder später fallen? Und wenn es fällt - auf welche Seite?
Ich denke, dass sich die Buchpreisbindung im Geschäft mit digitalen Waren ganz klar auf Dauer einfach nicht durchhalten lässt.
Bin echt mal gespannt, ob und was das Börsenblatt da antwortet. Aber warum hast Du Dir eigentlich ausgerechnet das Börsenblatt rausgesucht?
K-Thom 04-01-2009, 04:20 PM Ich überlege gerade, ob ich als eBook-Verleger nicht einfach mal eine "Sammelliste" aufmachen soll, in der ich all die Fragen aufnehme, die euch als Leser wichtig sind und mich damit an den Börsenverein wende.
Mir als Verlag gegenüber werden sie anders auftreten als gegenüber einem "Nur-Leser", und ich kann schließlich mit handfesten wirtschaftlichen Interessen argumentieren.
Wenn Interesse daran besteht, mache ich mal einen Thread auf.
Eagleeye 04-01-2009, 04:37 PM Ich denke, dass sich die Buchpreisbindung im Geschäft mit digitalen Waren ganz klar auf Dauer einfach nicht durchhalten lässt.
Bin echt mal gespannt, ob und was das Börsenblatt da antwortet. Aber warum hast Du Dir eigentlich ausgerechnet das Börsenblatt rausgesucht?
Weil es das Fachorgan des Börsenvereins für den deutschen Buchhandel - und damit beteiligte Partei ist. Wenn der Börsenverein irgendwas offiziell mitteilt (und seine Lobby-Kohorten in Position bringt) dann ist das dort mit Sicherheit zu erfahren.
@K-Thom: Meinen Segen (und mein Karma!) hast Du ganz sicher für diese Sammelliste!
netseeker 04-01-2009, 05:01 PM Weil es das Fachorgan des Börsenvereins für den deutschen Buchhandel - und damit beteiligte Partei ist. Wenn der Börsenverein irgendwas offiziell mitteilt (und seine Lobby-Kohorten in Position bringt) dann ist das dort mit Sicherheit zu erfahren.
Ok, schon richtig. War eigentlich nur verwundert, warum Du die Anfrage nicht direkt an den Börsenverein gerichtet hattest. Das Börsenblatt ist ja leider nicht gerade bekannt dafür auf Einsendungen "Außenstehender" einzugehen. Wie gesagt, ich bin trotzdem gespannt, ob es eine Reaktion geben wird...
K-Thom 04-01-2009, 08:58 PM Es gibt im Börsenverein auch den "Arbeitskreis Elektronisches Publizieren" unter http://www.boersenverein.de/de/158446/Verlage/158255.
Eigentlich müssten deren Mitglieder die wortführende Lobby stellen, um die Position von eBooks juristisch sauber klären zu lassen. Da der Kreis schon seit 1992 existiert, darf man sich ja fragen, WAS die da eigentlich machen.
EbookHype 04-08-2009, 10:12 AM Erinnert mich an die Diskussionen aus meiner Studendenzeit, aus welchem Land man Bücher (Deutsch- und Englischsprachige) am günstigsten bestellt. Praktisch war es durch die Portokosten meist uninteressant bzw. Bücherpakete ab 5 kg kontrolliert der Zoll. Vielleicht lohnt es sich bald für Deutsche, ein E-Book nicht in Deutschland zu kaufen, sondern in Österreich mit ihrem reduzierten Steuersatz von 10% auf Bücher oder umgekehrt. Bei DVD´s bestellt man zwischenzeitlich ja auch nicht mehr jede DVD bei Amazon.de, sondern auch bei amazon.co.uk. und hat die DVD günstiger mit der deutschen Tonspur.
K-Thom 04-08-2009, 02:22 PM Der Steuersatz ist weniger das Problem, sondern die Buchpreisbindung.
Ich könnte auch mit 19% gut leben, wenn ich für meine Titel wenigstens mal Rabattaktionen oder Bundles anbieten könnte ...
EbookHype 04-09-2009, 10:44 AM Wegen der Buchpreisbindung habe ich als Beispiel nur Österreich und Deutschland genannt. Sowie ich die Buchpreisbindung im Kopf habe, wurde sie in der Schweiz (auch Deutschsprachig) im Frühjahr 2007 gerichtlich für Rechtswidrig erklärt, Buchclubs und Buchgemeinschaften unterliegen ihr in Deutschland nicht und z.B. in England produzierte und versendete Bücher unterliegen ihr auch nicht. Praktisch gibt es viele Schlupflöcher und ich habe schon deutsche SF-Literatur von unbekannteren Autoren in US-Ebook-Shops zum kaufen gesehen. Und hier ist der deutsche Börsenverein überall machtlos. Ich vermute mal, falls es genug (Ebook-) Verlage gibt oder "Ebookbuchclubs" mit halbwegs interessanten Autoren, wird das genannte Problem belanglos oder es gibt genug Druck, das Problem schnell zu lösen. Letztendlich wollen sich nicht die große Verlage das Geschäft durch neue Verlage mit Sitz im Ausland wegnehmen lassen, oder?
tirsales 04-22-2009, 06:10 PM Rein rechtlich wird sich mMn die Preisbindung durchsetzen - die deutsche Politik ist nicht unbedingt Lobbyfeindlich - in Kombination mit einem reduzierten Steuersatz.
Und wg. "Einkauf im Ausland" - Ist ähnlich wie beim Glücksspiel - eigentlich darf ich aus der BRD heraus nicht an Online-Glücksspiel teilnehmen, gemacht wird es trotzdem regelmäßig :)
Die Buchpreisbindung hat (auch für Kunden) Vor- und Nachteile. Ich selbst bin Zwiegespalten - die Buchpreisbindung reduziert die Wahrscheinlichkeit von Monopolen, erhöht aber gleichzeitig die Preise.
*seufz*
K-Thom 04-22-2009, 07:24 PM Du meinst, die Buchpreisbindung wird verhindern, dass es Ketten wie Thalia oder Weltbild auch in Deutschland geben wird? Oder Konglomerate wie die Verlagsgruppe Random House? Da bin ich aber erleichtert. ;)
*ironie aus*
netseeker 04-22-2009, 07:33 PM Was die großen Verkaufsketten oder Random House (bei dem Namen wird mir übrigends aus anderen Gründen schlecht, dazu vielleicht später mal mehr) betrifft, haben wir ja bereits mit Preisbindung definitiv ein Oligopol. Ohne Buchpreisbindung könnten die tatsächlich locker viele kleinere Händler in wenigen Monaten/Jahren in den Ruin "preisdumpen" um den Markt "zu bereinigen". Derartiges ist in anderen Branchen mit anderen Konglomeraten nach dem Wegfall bestimmter gesetzlicher Schutzbestimmungen bereits vorgekommen. Ein gutes Beispiel wären auch viele ehemalige (eigentlich sehr große) DDR-Betriebe die nach der Wende mangels vorübergehendem Schutz und unternehmerischen Wissens (war nach 50 Jahren Planwirtschaft eigentlich allen außer den Politikern klar) einfach von größeren Unternehmensketten "plattgemacht" wurden.
tirsales 04-22-2009, 07:46 PM Nun - meine lokale kleine Buchhandlung verkauft Bücher zu genau dem gleichen Preis, zu dem diese Bücher bei Thalia verkauft werden - das führt zumindest zu einer gewissen Nivellierung zwischen den unterschiedlichen Größen (relativ .. nicht absolut).
K-Thom 04-22-2009, 07:52 PM Der Trend geht nur bereits seit Jahren dahin, dass immer mehr kleine Buchhandlungen schließen müssen. Und das MIT Buchpreisbindung. Der Prozess würde/wird durch große Ketten sicher noch beschleunigt, aber er wird durch sie nicht ausgelöst (auch wenn sie das wohl gerne täten).
Kleine Buchhandlungen überleben seit Jaaaahren durch zwei Schwerpunkte: Aktuelle Bestseller und Fachblätter (wie Loseblattsammlungen für Anwälte), da diese bisher fast ausschließlich über Buchhandlungen verkauft werden.
Für einen Bestseller brauche ich weder den netten Buchhändler noch eine große Beratung. Ich greife einfach am großen Stapel direkt neben dem Eingang zu. Die Fachblätter muss ich z.B. als Anwalt ohnehin kaufen, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Auch hier interessiert es wenig, wie nett der Buchhändler ist oder was für eine Beratung er bietet.
Die Buchpreisbindung ist das Methadon der kleinen Buchhändler und der großen Verlage. Wenn ich diese Branchen-Infusion schon gezwungenermaßen mittragen muss, dann hätte ich gerne ab einem Bucheinkauf über 25.- Euro auch bitte eine Spendenbescheinigung.
netseeker 04-22-2009, 08:05 PM Bei der momentanen Wirtschaftslage können wir es vergessen, dass die Buchpreisbindung in absehbarer Zukunft ernsthaft auf den Prüfstand kommt. Das Risiko, die Marktbereinigung zu beschleunigen und damit einen Großteil der Arbeitskräfte der Buchhandlungen zumindest vorübergehend in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, wird derzeit niemand wirklich in Kauf nehmen wollen. Das ist leider der Status Quo. Da fragt im Endeffekt niemand danach, warum hier die Regeln der Marktwirtschaft seit Jahren nicht gelten und warum der Buchhandel sich nicht entsprechend vorbereitet hat.
Wir sehen ähnliches in der Automobilbranche, wo Hersteller zur Zeit sogar Händler übernehmen und eingliedern um sie - natürlich zum geringeren Nachteil des Herstellers - vor der Insolvenz zu schützen. Dabei ist seit Jahren klar, dass der Markt einfach zu klein für die vielen Händler ist.
Langfristig wird sich die Buchpreisbindung wohl nicht halten können (bisher hat sich die Nachfrage in Zeiten internationalen Wettbewerbs immer gegen Markteinschränkungen durchgesetzt), obwohl die Schweiz ja wohl jetzt auch so was einführen will...
Malocher 04-23-2009, 02:22 AM Mich würde mal interessieren wie eigentlich so ein Buchpreis von z.B. 22 € zu stande kommt.Wer bekommt da was ? Irgendwer wird doch schön reich bei der Buchpreisbindung - der Author sicher nicht oder ?
tirsales 04-23-2009, 04:34 AM Mich würde mal interessieren wie eigentlich so ein Buchpreis von z.B. 22 € zu stande kommt.Wer bekommt da was ? Irgendwer wird doch schön reich bei der Buchpreisbindung - der Author sicher nicht oder ?Je nach Vertrag, Ausgabentyp, etc bekommt der Autor zwischen 5 und 12% (häufig abzüglich ~20% Agentengebühr) - zumindest sind das die Angaben, die ich bisher gefunden hatte.
K-Thom 04-23-2009, 04:56 AM Oh, da habe ich irgendwo in einem anderen Form vor Monaten mal eine interessante Aufrechung gesehen, die zwar von der Verlegerseite her etwas auf die Tränendrüse gedrückt hat, aber ansonsten ganz gut den Anteil veranschaulicht hat.
Wir gehen jetzt vom Preis für das eBook, nicht von dem für das Buch aus, ja?
22 Euro ...
Geh mal davon aus, dass sich thalia.de oder libri.de einen Löwenanteil dafür selbst einstreichen. Das können bis zu 50% netto sein. Netto. Das heißt, die Shops wollen 11 Euro bar auf der Hand haben, nachdem die Umsatzsteuer abgezogen wurde.
Die übrigen 11 Euro ...
Von denen muss der Verlag die Umsatzsteuer abziehen. 19%, also bleiben 9,24 Euro. Hiervon muss der Dienstleister bezahlt werden, der das eBook erstellt haben (kaum ein großer Verlag macht so etwas inhouse, und wenn doch, dann fallen ja auch dort Kosten an). Pi mal Daumen sind 20% hier realisitisch. Bleiben also noch 7,39 Euro.
Der Autor bekommt wenigstens ein fest zugesichertes Honorar (wenn er es denn bekommt, aber darüber mehr beim ersten Stammtisch). Jetzt hängt es davon ab, was im Vertrag vereinbart wurde.
Entweder ist es ein Direkthonorar, dann wären es 8-12% des Ladenverkaufspreises. Oder man hat die eBook-Verwertung als Nebenrechte definiert. Dann wären es 50% vom Nettogewinn, der dem Verlag ausgezahlt wurde.
Im ersten Fall wären es ca. 2,20 Euro, im zweiten sogar 4,62 Euro.
So, im besten Fall bleiben unserem Verleger noch 5,39 Euro, im schlechtesten 2,77 Euro. Dieser Restgewinn wird mit den üblichen anfallenden Kosten wie Löhne, Fixkosten, Werbung verrechnet.
Wie üblich verdienen bei dem Verkauf die Händler am meisten. Da es bei eBooks keine Barsortimenter gibt, sind es hier die Online-Shops selbst.
Diese haben aber auch den größten Aufwand bei der Infrastruktur - Server, Programmierer, ihrerseits Abgaben an die Bezahlsysteme, Löhne, Fixkosten, etc. -, dass selbst bei 50% einiges für laufende Kosten ausgegeben werden muss.
Das ist jetzt eine sehr vereinfachte, schematische Rechnung. Alle Angaben also ohne Gewähr. :)
netseeker 04-23-2009, 04:58 AM Je nach Vertrag, Ausgabentyp, etc bekommt der Autor zwischen 5 und 12% (häufig abzüglich ~20% Agentengebühr) - zumindest sind das die Angaben, die ich bisher gefunden hatte.
Ja, in der Regel ~10% für Hardcovers und ~5% für Taschenbuchausgaben und ähnliches. Dazu kommen dann noch die sog. Nebenrechte wie Medienrechte usw. da sind die Beteiligungen entschieden höher, in Einzelfällen auch schon mal über 50%.
K-Thom 04-23-2009, 05:04 AM Noch aus dem Nähkästchen geplaudert.
Mir als reinem eBook-Verleger ohne große Infrastruktur (Verlagshaus, Angestellte, etc.) bleiben von einem umgesetzten Euro ca. 20-25%.
Das heißt, verkaufe ich ein eBook für 3.- (inetwa der Durchschnittspreis aller meiner Titel), dann bleiben mir als Gewinn ca. 60 bis 75 Cent pro Verkauf übrig. Jetzt kann jeder Berufstätige sein Monatseinkommen heranziehen und nachrechnen, wie viele eBooks ich im Monat verkaufen muss, um davon ein halbwegs vernünftiges Brutto-Einkommen zu haben, von dem ich dann wiederum meine Ausgaben abziehen muss.
Und sich fragen, warum ich meine eBooks nicht auch für 22 Euro verkaufe ... :D
mtravellerh 04-23-2009, 05:44 AM Noch aus dem Nähkästchen geplaudert.
Mir als reinem eBook-Verleger ohne große Infrastruktur (Verlagshaus, Angestellte, etc.) bleiben von einem umgesetzten Euro ca. 20-25%.
Das heißt, verkaufe ich ein eBook für 3.- (inetwa der Durchschnittspreis aller meiner Titel), dann bleiben mir als Gewinn ca. 60 bis 75 Cent pro Verkauf übrig. Jetzt kann jeder Berufstätige sein Monatseinkommen heranziehen und nachrechnen, wie viele eBooks ich im Monat verkaufen muss, um davon ein halbwegs vernünftiges Brutto-Einkommen zu haben, von dem ich dann wiederum meine Ausgaben abziehen muss.
Und sich fragen, warum ich meine eBooks nicht auch für 22 Euro verkaufe ... :D
Da bist Du als Selbsständiger aber noch relativ gut dran. Wenn mir 20 bis 30 Prozent des Umsatzes als Gewinn übrig bleiben würde, wär ich mehr als glücklich.
Ausserdem ist der Gewinnanteil ja wohl auch umsatzgebunden wie bei allen anderen auch. Manchmal frag ich mich wirklich, warum ich mir das antue, wenn ich sehe, dass einer meiner Angestellten deutlich mehr nach Hause trägt als ich (obwohl er jeden einzelnen Cent verdient, sonst würde ich ihn auch nicht so bezahlen). Aber keinen Chef zu haben, ist doch ein gutes Gefühl.
gromit62 04-23-2009, 08:54 AM @mtravellerh
Bin in ähnlicher Situation (Geschäftsführer des eigenen Betriebes mit Angestellten) und kann das nur bestätigen.
K-Thom 04-23-2009, 09:09 AM Da bist Du als Selbsständiger aber noch relativ gut dran. Wenn mir 20 bis 30 Prozent des Umsatzes als Gewinn übrig bleiben würde, wär ich mehr als glücklich.
Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, eBooks herauszugeben. ;) Und bei den Verkaufsmengen ist so eine hohe Marge zwingend, um hier eine realistische Chance auf ein dauerhaft tragfähiges Modell zu sehen.
Bleibt jemals "richtig" Gewinn übrig, würde ich diesen in exklusive Lizenzen re-investieren oder Reader subventioniert günstig an meine Leser abgeben.
EbookHype 04-23-2009, 01:23 PM Könnte funktionieren, audible macht ja auch so Kombiangebote Phillips MP3 Player + Hörbuchvertrag, und der letzte war Ruckzuck ausverkauft.
Aber bei der Buchpreisbindung geht es ja offiziel darum, das möglichst viele Autoren Verfügbar sein sollen auf dem deutschen Markt, und nicht darum Buchhandlungen zu schützen. Und seit dem Internet gibt es zig Autoren mit ihren Büchern im Internet, welche es bei keinem Verlag gibt.
In Amazon.de sucht Alexander von Eisenhart-Rothe, bekannt durch Fernsehen, eigene Bücher und Fernsehproduktionen, Testleser für sein Buch "Golden Biker". Es handelt sich um eine wilde, witzige "Hippy-Kiffer-Indien-Story". Dafür hat er keinen Verlag gefunden seit 1995 obwohl ich vom Lesen her glaube, das sie gut verkaufbar wäre. Wenn hier also ein Verleger mitliest, könnte er einfach mal als weiterer Testleser das Buch lesen, und es nach Verhandlungen billig als Ebook herausbringen. Es ist ja sogaar schon Testgelesen und muss nur noch umgewandelt werden. Und falls es genug Leser findet, sogar eine teure Papierversion herausgeben.
Das wäre für mich die Zukunft des Buches, erst werden viele Bücher billig als Ebook veröffentlicht, und erst bei Erfolg im Papierform. So könnten sicherlich viele Autoren und Bücher billig ausprobiert werden ohne großes verlegerisches Risiko.
K-Thom 05-04-2009, 08:38 PM Zum Thema "Wie setzt sich der Preis zusammen?" hier noch ein interessanter Artikel:
http://ireaderreview.com/2009/05/03/book-cost-analysis-cost-of-physical-book-publishing/
Interessant wäre jetzt natürlich eine Kostenaufstellung zur Erstellung eines eBooks bei einem großen Verlag. Vor allem im Vergleich zu einer Taschenbuchausgabe eines bereits erschienenen Hardcovers.
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